In der Hängematte auf dem Amazonas

In der Hängematte auf dem Amazonas

Um auf einem Recreio an sein Ziel zu kommen, muss der Passagier sich eine Pause gönnen, eine tagelange. Er kann an Bord nichts erledigen. Es gibt kein Internet, kein Handynetz, nur Satellitenfernsehen. Mit 28 Stundenkilometern zieht der urzeitliche Dschungel gemächlich vorbei. Die Bewohner an den Ufern leben in Holzhäusern, meist ohne Strom. Von Manaus, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas, geht die Reise mit der 'MS Oliveira' 600 Kilometer flussaufwärts Richtung Kolumbien. In ihrer Hängematte verbringen die Passagiere die 'entschleunigte' Zeit an Bord. Unterwegs machen sie Station im Dschungeldorf Jutica, um den Alltag der indigenen Bevölkerung kennenzulernen. Der Amazonas versorgt die Gemeinschaft mit fast allem, was sie zum Leben braucht. Nur das begehrte Maniok, das zu jeder Mahlzeit benötigt wird, erfordert einige Anstrengung in der Gewinnung. Ein weiterer Zwischenstopp ist die Dorfgemeinschaft Caité. Einige Wochen im Jahr gehen die Dorfbewohner auf Fischfang in den Dschungel. Sie haben es insbesondere auf den meterlangen Pirarucu abgesehen, den sie selbst verzehren oder weiterverkaufen. Die Reise endet schließlich in der Stadt Tonantins. Auch hier dreht sich alles um den riesigen Fisch, für den traditionell ein Fest ausgerichtet wird, das an den Karneval in Rio erinnert. 'In der Hängematte auf dem Amazonas' - eine Reise in eine Wunderwelt voller beindruckender Landschaften und Dörfer.

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