Im Schatten des Himalaya - Chinas weiter Westen

Im Schatten des Himalaya - Chinas weiter Westen

LänderporträtD  

Am Fuße der höchsten Berge der Welt, im Schatten der Gebirge des Karakorum und des Tianshan liegt die chinesische Provinz Xinjiang. Majestätisches Hochgebirge wird gesäumt von wogendem Grasland, hier liegt aber auch die zweitgrößte Sandwüste der Welt. Durch die beeindruckende Landschaft führen die Wege der alten Seidenstraße. Seit jeher leben hier die unterschiedlichsten Völker, mongolische Nomaden, Kirgisen, Tadschiken, Uiguren mit ihren prachtvollen Trachten und uralten Traditionen. Ein faszinierendes Reisegebiet für das ARD-Team um China-Korrespondentin Ariane Reimers. Die Reise beginnt fast direkt an Chinas Grenze zu Pakistan: in der Stadt Tashkurgan am Karakorum-Highway. Landschaftlich wunderschön: saftig grünes Grasland, eingerahmt von den 7000er Bergen der Gebirge des Karakorum, Kunlun und Pamir. Tashkurgan ist die Heimat der Tadschiken, ursprünglich ein persisches Volk. Einst war die Stadt wichtiger Karawanenstützpunkt. Eine Festungsruine zeugt von der strategischen Bedeutung Tashkurgans. Heute ist der Verkehr weniger dicht. Den Karakorum-Highway als asphaltierte Straße gibt es seit den 80er Jahren, aber der Handel mit Pakistan läuft schleppend, auf der pakistanischen Seite ist die Straße in schlechtem Zustand. Das will China in naher Zukunft ändern. Die Tadschiken sind weitgehend Nomaden, hüten ihre Schafe und Ziegen oder pflegen eine kleine Landwirtschaft. Vor allem sind sie exzellente Reiter, Pferde sind immer noch das Fortbewegungsmittel Nummer Eins. Ihr Lieblingssport: 'Lammpolo'. Nur für ausgezeichnete Reiter. Eine Ziege wird geschlachtet, ausgenommen und wieder vernäht. Die Reiter versuchen, sich das Tier gegenseitig abzujagen. Alle Tricks sind erlaubt. Am Ende wird das Fleisch gegessen ... Urwüchsige Bilder einer rauen Gesellschaft. Gute 100 km nördlich von Tashkurgan erreicht das Team über einen 4000-Meter-Pass den Fuß des 7546m hohen Muztagh Ata. Ein bei Bergsteigern beliebter Berg. Ihr Gepäck wird mit Kamelen ins Basislager gebracht, sie selbst gehen zu Fuß.

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