Im Kopf des Mörders

Im Kopf des Mörders

TV-KriminaldramaF  

Am 13. November 1997 trifft die Anwältin Emmanuelle Forest, deren Mandant Patrick Dils vor elf Jahren wegen Mordes an zwei Kindern verurteilt wurde, Kommissar Jean-Francois Abgrall, der dem Landstreicher Francis Heaulme mehrere blutige Morde nachweisen konnte. Sie ist überzeugt, dass Heaulme der wirklich Schuldige an den Morden ist, für die ihr Mandant im Gefängnis sitzt. Sie bittet Abgrall um Hilfe. Abgrall, der Heaulme jahrelang auf der Spur war, erinnert sich: Er lernt Heaulme wenige Tage nach dem Mord an einer jungen Frau am Strand von Brest, der am 14. Mai 1989 geschah, kennen. Ein Zeuge erzählt von zwei schlecht gekleideten Männern in der Nähe des Tatortes, die wahrscheinlich aus dem Emmaus-Haus, einem Quartier für Obdachlose, kamen. Wenig später wird Heaulme aufgegriffen. Der eigenwillige Mann, der so etwas wie Vertrauen zu Abgrall fasst, erzählt, dass ihm oft ein 'Malheuer' geschieht, doch für das Malheur sei nicht er, sondern ein anderer verantwortlich. Der Kommissar ahnt, dass hinter jedem Malheur ein Mord steht. Den Mord von Brest kann er Heaulme zunächst nicht nachweisen. Der Mann hat ein Alibi für die Tatzeit - er war im Krankenhaus. Dass er es zwischenzeitlich verlassen hat, kann Abgrall erst Monate später beweisen. Über zwei Jahre nach der Tat in Brest wird Heaulmes damaliger Begleiter, Norbert Simonet, genannt 'der Gallier', aufgegriffen. Nun gibt es einen Zeugen. Heaulme wird Ende 1992 verhaftet. Abgrall, der ahnt, es mit einem Serienmörder zu tun zu haben, setzt seine 'Gespräche' mit Heaulme fort. Der beschreibt viele seiner Taten, aber er verwischt geschickt Morde, Zeiten und Orte, doch Abgrall weiß, dass er nie lügt. Abgrall vergleicht nun weitere unaufgeklärte Morde entsprechend dem Täterprofil und dem Weg des Vagabunden durchs Land. Das Resultat: Von März 1984 bis Dezember 1992 war Heaulme in 234 Städten unterwegs, 94 Morde könnten ihm zuzuschreiben sein. Doch der Ermittler stößt mit seinem großen Engagement bei seinen Vorgesetzten auf wenig Unterstützung, ihnen gefällt die Vorstellung nicht, es mit einem Serienmörder zu tun zu haben. Dennoch gelingt es Abgrall, eine 'inoffizielle' Koordinierungseinheit zu bilden, die auch in Spanien und Belgien unaufgeklärte Morde abgleicht. Als es 1993 wegen des Mordes in Brest zum ersten Prozess kommt, versucht Heaulmes Anwalt Gaëtan d'Aubert, Abgrall in der Öffentlichkeit zu diskreditieren. Er wirft ihm vor, seinen Mandanten hypnotisiert zu haben. Doch dank der Aussage 'des Galliers' kann Heaulme 1994 verurteilt werden. Weitere Prozesse und Verurteilungen folgen. Im April 2002 wird Patrick Dils aus dem Gefängnis entlassen. Er saß 16 Jahre für eine Tat, die wahrscheinlich Heaulme begangen hat.

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