Im Dunkeln: Kevin muss sich entscheiden

Im Dunkeln: Kevin muss sich entscheiden

DokumentationD  

Kevin ist zwölf Jahre alt, besucht die sechste Klasse. Vor seinem Klassenzimmer hängen zehn weiße Stöcke. Ein Stock für jedes Kind. Auch Kevin besitzt einen, denn nur mit dem Stock findet er sich außerhalb seiner Internatsschule zurecht. Kevin ist blind. Seit seiner Geburt kann er nichts sehen. Deshalb besucht er ein Internat für Blinde und Sehbehinderte. Weil er in der Schule gute Noten hat, könnte Kevin auf ein Gymnasium für Blinde wechseln. Doch dazu müsste er seine Freunde verlassen und in eine neue Stadt, in eine ungewohnte Umgebung ziehen. Davor hat Kevin ein wenig Angst. Darum darf er für ein paar Tage die neue Schule ausprobieren und dort in einer Wohngruppe für blinde Schüler wohnen.
Obwohl ihn die anderen Kinder herzlich begrüßen, fühlt sich Kevin in der neuen Umgebung anfangs gar nicht wohl. Dabei fällt es ihm überhaupt nicht schwer, sich in der neuen Wohnung zu Recht zu finden - obwohl er blind ist, weiß er ziemlich schnell, wo alles steht. Im Geschichtsunterricht muss er Texte über den Nil und die Pyramiden mit den Fingern lesen. Die Bücher sind in Punktschrift geschrieben, die Kevin ertasten kann. Weil der Unterricht im Gymnasium aber schon etwas schwerer ist, als in seiner alten Schule, muss sich Kevin beim Lesen ganz schön beeilen. Am Ende der Woche muss sich Kevin dann entscheiden, ob er die Schule im Sommer tatsächlich wechseln will.

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