Igor Levit spielt Haydn und Schostakowitsch

Igor Levit spielt Haydn und Schostakowitsch

Klassische MusikDeutschland  

Joseph Haydn gehört zu den produktivsten Komponisten der Musikgeschichte. Sein Schaffen wird weltweit geliebt und geschätzt. Das D-Dur Klavierkonzert entstand im Jahr 1784. Es wurde stolz als "einziges gedrucktes Klavierkonzert Joseph Haydns" angekündigt und stammt aus einer Tradition, die Geschmack über Virtuosität stellt.

Schostakowitsch ist neben Igor Strawinsky (1882-1971), Sergej Prokofjew (1891-1953), Sergej Rachmaninow (1873-1943) und Alexander Skrjabin (1872-1915) der bedeutendste Komponist Russlands im 20. Jahrhundert und war außerordentlich produktiv und vielseitig. Sein Leben spiegelt die Höhen und Tiefen des 20. Jahrhunderts in der Sowjetunion. Er schrieb Hymnen auf Josef Stalin und blieb gleichzeitig auf Distanz zum stalinistischen Regime. "Um die Geschichte unseres Landes zwischen 1930 und 1970 nachzuleben, reicht es aus, die Symphonien von Schostakowitsch zu hören", schrieb die Wochenzeitung Moskowskije Nowosti.

Sein erstes Klavierkonzert, 1933 entstanden, gehört zu Schostakowitsch Frühwerk und ist im Grunde genommen ein Doppelkonzert für Klavier, Trompete und Streichorchester. Das Werk ist geprägt von einem etwas jugendlich schelmenhaften Humor, und kann als Herausforderung an die russische Solokonzertform verstanden werden.

Der Solist Igor Levit ist mit Sicherheit eine der faszinierendsten Künstlerpersönlichkeiten der jüngeren Generation. Keine geringere als Eleonore Büning bezeichnete ihn schon vor Jahren als einen der großen Pianisten des Jahrhunderts. Gerade eben gab er in New York ein umjubeltes Debüt. Seit seinem Debüt mit der Deutschen Kammerphilharmonie 2013 verbindet ihn und das Orchester eine enge musikalische Freundschaft, die mit diesem Projekt ohne Dirigent eine besondere Fortsetzung findet: Kammermusik in Orchesterbesetzung.

Florian Donderer ist für sein energisches Spiel und seine durchdachten Interpretationen bekannt. Als Konzertmeister ist er wegen seiner dynamischen, brillanten und pointierten Spielweise ein gerngesehener Gast bei diversen europäischen Ensembles von Weltrang. Er konzertiert regelmäßig mit Lisa Batiashvili, Christiane Oelze, He'le'ne Grimaud, Lars Vogt, David Fray, Olli Mustonen, Sergio Azzolini, Christian Tetzlaff, Antje Weithaas, Gustav Rivinius, Tanja Tetzlaff, Gunilla Süssmann, Pekka Kuusisto, Alban Gerhard, Hanna Weinmeister, Ingo Goritzki, Jacques Zoon und anderen.

Das Konzert wurde im Bremer Konzerthaus "Die Glocke" am 23. Juni 2014 für ARTE aufgezeichnet.

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