Idioten

Idioten

In einem feinen Restaurant beobachtet Karen, eine schüchterne junge Frau, zwei offensichtlich geistig behinderte Männer, die von einer jungen Frau betreut werden. Als sie anfangen, umherzugehen und die anderen Gäste anzusprechen, komplimentiert sie der Kellner unsanft hinaus. Einer der beiden, Stoffer, hat sich Karen zugewendet und hält ihre Hand fest. Weil Stoffer sie nicht loslassen will, fährt sie mit ihnen im Taxi davon. Dort verhalten sich die beiden Männer plötzlich normal: Sie haben die Behinderung nur gespielt. Karen bleibt bei der Gruppe und macht erste zaghafte Versuche, sich zu beteiligen, obwohl sie immer noch nicht weiß, was das Ganze eigentlich soll. Es könnte eine makabre intellektuelle Spielerei sein; der kühle 'Ideologe' Kristoffer vermittelt zuweilen diesen Eindruck. Für die meisten scheint aber mehr dahinter zu stecken; sie wirken labil, psychisch angeschlagen und finden in diesem 'Spiel' eine Art Halt, es ist für sie so etwas wie eine Therapie. Eine Begegnung mit tatsächlich geistig Behinderten, deren Verletzbarkeit und Unschuld, beeindruckt die Mitglieder der Gruppe. Einige, auch Karen, fragen, ob man wirklich Idioten 'spielen' darf. Stoffer versucht, den Zerfall der Gruppe aufzuhalten, und verlangt, das Spiel ernsthafter, radikaler zu spielen: Nun soll man an den Arbeitsplatz oder in die eigene Familie gehen - mit dem Risiko, den Job oder Menschen, die einem wichtig sind, zu verlieren. Doch es gibt keine Freiwilligen. Am Ende, als das Experiment schon gescheitert ist, bittet Karen, die sich immer zurück gehalten hatte, die anderen nicht aufzugeben. Sie geht freiwillig zurück in ihre Familie ...

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