Hugo Portisch - Im Banne Madagaskars: Das blutige Paradies
Im zweiten Teil seines bemerkenswerten Madagaskar-Portraits widmet
sich Hugo Portisch besonders dem problematischen Spannungsfeld
zwischen Tradition, Wirtschaft und Umwelt. Die heiligen Zebus, die
Höckerrinder, gelten den Madagassen als Mittler zwischen Lebenden und
Toten und werden deshalb nicht zum Verzehr geschlachtet. Sich ständig
ausdehnender Reisanbau hat Waldrodungen und Bodenerosion in gigantischem
Ausmaß zur Folge. Die Lebensräume für die einzigartige Tierwelt
drohen vernichtet zu werden. Export von den betörend duftenden
Essenzen der Ylang Ylang-Blüte und sanfter Tourismus könnten Wege
aus der wirtschaftlichen Krise weisen - ohne die Umwelt zu zerstören.