Hört die Signale: Stalin - Der Sozialismus der keiner war

Hört die Signale: Stalin - Der Sozialismus der keiner war

Die Weltrevolution, die man von Russland aus lenken wollte, ist ausgeblieben. Sowjetrussland ist der einzige kommunistisch regierte Staat der Welt geblieben und befindet sich in einem wirtschaftlich schlechten Zustand. Lenins Nachfolger Josef Stalin will nun versuchen, den Sozialismus "in einem Land" aufzubauen. Um das zu erreichen, setzt Stalin die brutalsten Mittel ein: die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft, in deren Verlauf Millionen Bauern in Zwangsarbeitslager verschickt oder absichtlich dem Hungertod preisgegeben werden. Weiters eine forcierte Industrialisierung, durch die Millionen Menschen entwurzelt und praktisch ebenso zur Zwangsarbeit verpflichtet werden. Gleichzeitig schützt sich das System durch Massenterror und die Vernichtung aller echten und vermeintlichen Feinde. Kollektivierung, Industrialisierung und Terror stehen in einem logischen Zusammenhang, ohne den die gewaltigen Aufbauleistungen in der Sowjetunion nicht oder nicht so schnell zustande gekommen wären. Gerade diese Aufbauleistungen aber sind es, die außerhalb der Sowjetunion damals bewundert werden, in einer Zeit in der im Westen eine schwere Wirtschaftskrise die Existenz so vieler Menschen bedroht. Viele folgen daher dem kommunistischen Ruf nach Revolution, nach Errichtung einer neuen Gesellschaftsordnung. Nach einer neuen Ordnung rufen aber auch die Nationalsozialisten und die Faschisten. Dem Wirken dieser beiden Kräfte, des Kommunismus und des Faschismus, fällt die deutsche Demokratie zum Opfer, die österreichische, die spanische. Am Höhepunkt der Entwicklung aber schließen Hitler und Stalin einen Pakt, der es Hitler erlaubt, den Zweiten Weltkrieg zu beginnen.

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