Hommage an Lauren Bacall
Mit dem Spielfilm "Tote schlafen fest" ("The Big Sleep") aus dem Jahr 1946 von Howard Hawks, nach dem berühmtesten Roman Raymond Chandlers und dem Dokumentarfilm "Bacall on Bogart" von David Heeley, in dem sie als brillante Erzählerin zu bewundern ist, erinnert ARTE an Lauren Bacall, deren Todestag sich dieses Jahr zum ersten Mal jährt.
Geboren am 16. September 1924 in New York City als Betty Joan Perske begann die Karriere von Lauren Bacall gleich mit einem Riesenerfolg, der auch für ihr weiteres Leben von Bedeutung war: Hollywood-Regisseur John Huston, der ihr Foto auf der Titelseite von "Harper's Bazaar" gesehen hatte, gab ihr die Hauptrolle in "Haben und Nichthaben" (1944), an der Seite von Hollywood-Größe Humphrey Bogart. Während der Dreharbeiten verliebten sich die gerade 19-Jährige und der 25 Jahre ältere Bogart ineinander. Die besondere Chemie zwischen beiden prägt auch "Tote schlafen fest".
Bacall und Bogart haben mit ihren Filmen Filmgeschichte geschrieben. Lauren Bacall kreierte darüber hinaus einen neuen Frauentyp, der für die "goldene Ära" Hollywoods bezeichnend war und sie zu einer der großen Leinwandlegenden machte: Die "Femme Fatale" war nicht mehr nur verführerisch und unergründlich, sondern wurde zunehmend auch kraftvoll und bestimmt. Bacalls raue Stimme und der kühle und zugleich fordernde Blick von unten, mit dem unvergleichlichen Augenaufschlag verfehlen auch heute ihre Wirkung nicht. Sie spielte mit Leinwandgrößen wie John Wayne, Henry Fonda, Gary Cooper, Rock Hudson, Kirk Douglas und Tony Curtis. Ihre Karriere dauerte 68 Jahre und umfasste über 40 Spielfilme.