Hitlers Kriegsgefangene

Hitlers Kriegsgefangene

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Jeder kennt die verstörenden Filmaufnahmen, die zeigen, wie US-Soldaten gegen Ende des Zweiten Weltkriegs die deutschen Todeslager befreiten _ und dabei mit Gräueltaten konfrontiert wurden, die sich kaum in Worte fassen lassen. Weitgehend unbekannt ist jedoch, dass US-Soldaten selbst zu Opfern des Nazi-Rassenwahns wurden: Im Lager Berga/Elster, einem Außenlager des KZ Buchenwald, waren von Oktober 1944 bis zum April 1945 etwa 350 amerikanische Kriegsgefangene interniert, die in die Mühlen der wahnwitzigen nationalsozialistischen Rassenlehre geraten waren: Wer jüdischen Glaubens war, "jüdisch" aussah oder einen vermeintlich jüdischen Nachnamen trug, konnte nicht hoffen, das Kriegsende in der relativen Sicherheit eines regulären Kriegsgefangenenlagers zu erleben _ denn er sollte im Einklang mit den Rassegesetzen der Nazis "vernichtet" werden. Viele Gefangene des Lagers starben bereits im Lager an Unterernährung und Entkräftung, viele weitere während der Evakuierung im April 1945, bei der die Gefangenen unter unzumutbaren Bedingungen nach Westen getrieben wurden _ damit sie nicht von der vorrückenden Roten Armee befreit werden konnten. Nur 63 der in Berga internierten GIs überlebten diese Torturen. Die Dokumentation "Hitlers Kriegsgefangene" zeichnet ihr bewegendes Schicksal nach.

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