Grétry mit Sophie Karthäuser und dem L'Orfeo Barockorchester

Grétry mit Sophie Karthäuser und dem L'Orfeo Barockorchester

Als Schöpfer von über 60 Bühnenwerken war André Ernest Grétry (1741 - 1813) neben Gluck einer der einflussreichsten Pariser Komponisten seiner Zeit - zu Recht, war es dem Anhänger Rousseaus doch gelungen, die traditionelle französische Deklamation mit frischer italianita und Sanglichkeit zu verbinden. Sein auf unmittelbare dramatische Wirkung und Natürlichkeit des Ausdrucks gerichtetes Komponieren gelangte in der Ballettkomödie Zémire et Azor erstmals zur Vollendung und garantierte Grétry triumphalen, dauerhaften und internationalen Erfolg. Grétrys Richard-Löwenherz Oper (Air 'Je crains de lui parler la nuit') hatte für die französische musikalische Komödie eine Bedeutung, die mit derjenigen von Mozarts Entführung aus dem Serail für den deutschsprachigen Bereich durchaus vergleichbar ist, indem sie dem leichten Genre zuvor ungekannte kompositorische Geschlossenheit und Tiefe verlieh. Bei den Schwetzinger SWR Festspielen 2013 würdigte man die Musik Grétrys anlässlich seines 200. Todestages.

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