Grenze/Granica - Deutsche und Polen entlang an Oder und Neiße

Grenze/Granica - Deutsche und Polen entlang an Oder und Neiße

Dokumentation 

Von der deutsch-polnischen Vorzeigefreundschaft ist nicht mehr viel übrig, so heißt es in den Medien. Seit dem Wahlsieg der nationalkonservativen PiS-Partei im Oktober 2015 haben sich die deutsch-polnischen Beziehungen massiv abgekühlt - zumindest auf politischer Ebene. Denn den Alltag der Deutschen und Polen, die entlang der Oder-Neiße-Grenze tagtäglich miteinander zu tun haben, berührt das, was in Warschau oder Berlin gesagt wird, seit jeher nur wenig. Das wird in "Grenze/Granica" ganz deutlich.
Für den 45 Minuten langen Film sind Autorin Susanna Zdrzalek und Kameramann Fritz Fechner durch die Grenz-Region gereist, von Stettin im Norden bis nach Görlitz und Zgorzelec im Süden. Vor 25 Jahren erst hat das wiedervereinte Deutschland die Oder-Neiße-Grenze als unveränderbar anerkannt, zuvor lebten Deutsche und Polen hier über viele Jahre wie in zwei Parallelwelten. Was verbindet sie heute? Wo sind Freundschaften entstanden? Und was trennt?

Die Filmemacher stellen ein polnisches Ehepaar vor, das im urbanen Stettin ein Filmfestival leitet und im entvölkerten Mecklenburg-Vorpommern ein Haus gekauft hat, wo es auf die alteingesessenen Dorfbewohner trifft. Sie zeigen, wie ein Deutscher polnische Volleyballerinen trainieren kann, obwohl er kein Polnisch spricht - und wie deutsche und polnische Polizisten gemeinsam versuchen, Kriminelle zu fassen.
"Grenze/Granica" dokumentiert authentisch das Leben in einer Region, die mehr sein möchte als nur der Randzipfel Deutschlands oder der Randzipfel Polens: Nämlich die Mitte Europas!

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