Grand'Art (1/3)
Die Trilogie setzt sich mit der einzigartigen Laufbahn des schöpfungsgewaltigen Künstlers auseinander, der als Hauptvertreter der Renaissance und Wegbereiter des italienischen Manierismus gilt. Michelangelo war wie besessen vom menschlichen Körper: Zeit seines Lebens zeichnete er Menschen in allen Lebenslagen, als Jugendliche und Greise, träge oder aufständisch, mitten in einer Bewegung erstarrt oder voller dynamischer Energie. Fast alle Meisterwerke Michelangelos entstanden vor der Realisierung des berühmten Deckenfreskos in der Sixtinischen Kapelle (1508-12): Teil 1 der Trilogie befasst sich mit diesem Zeitraum. Obalks Kamera umkreist den 'Trunkenen Bacchus' (1497, Florenz, Palazzo del Bargello), die 'Pietà' (1496-1501, Rom, Petersdom), den 'David' (Florenz, 1501-04) und das Rundbild der 'Madonna Doni' (1503/04, Florenz, Uffizien), das einzige heute von Michelangelo bekannte Ölbild. . Jedes Kunstwerk wird von einem ausgewählten Musikstück begleitet: Zu hören sind das Quintenquartett von Haydn ('Trunkener Bacchus'), die Prélude der fünften Suite für Violoncello von Johann Sebastian Bach ('Pietà'), Bachs Prélude der vierten Suite ('David') sowie die Gigue der vierten Suite ('Rundbild'). Der erste Teil der Dokumentationsreihe endet vor dem Beginn Michelangelos Schaffensperiode für den Vatikan, als Papst Julius II. den jungen Michelangelo nach Rom rief.