Good Bye, Lenin!

Good Bye, Lenin!

Ostberlin, Sommer 1990: Audi und Mercedes rollen in den Osten. Deutschland steht vor der Wiedervereinigung. Freie Marktwirtschaft! Alex Kerner, gerade Anfang 20, muss der Geschichte Einhalt gebieten. Seine allein erziehende Mutter, Christiane, eine verdiente Aktivistin der Deutschen Demokratischen Republik und Gorbatschow-Anhängerin, ist kurz vor dem Mauerfall ins Koma gefallen und wacht erst acht Monate später wieder auf. Die historischen Veränderungen hat sie regelrecht verschlafen. Und da jede Aufregung für sie lebensbedrohlich sein kann, lässt Alex auf 79 Quadratmetern Plattenbau den real existierenden Sozialismus wieder auferstehen. Was anfänglich noch leicht fällt, wird zu einem Wettlauf mit der Zeit. Die Veränderungen draußen sind nicht mehr aufzuhalten. Doch wie soll er der Mutter den veränderten Blick aus dem Fenster mitsamt dem brandneuen Coca-Cola-Plakat erklären? Alex muss improvisieren, und so erfindet er eine ganz andere Version der Ereignisse. So begehrte Delikatessen wie Spreewaldgurken, Mocca Fix Gold und Rotkäppchensekt sind jetzt noch schwieriger aufzutreiben als je zuvor. Und als Mutter Kerner auch noch Alexander dazu überreden kann, ihr einen Fernseher ans Bett zu stellen, muss er mit seinem Kumpel Denis abends falsche Aktuelle-Kamera-Berichte drehen. Alex bemerkt, dass 'seine DDR' immer mehr zu der DDR wird, die er sich immer gewünscht hat. Der Film wurde in Ost und West zu einem ungeahnten Publikumserfolg und zum erfolgreichsten deutschen Film des Jahres 2003. Er erhielt insgesamt neun Deutsche Filmpreise, den französischen Filmpreis César und als erster deutscher Film den Europäischen Filmpreis Felix. In der Reihe 'Berlin-Filme' sendet das rbb Fernsehen am kommenden Dienstag 'Solo Sunny'.

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