Gestrandet

Gestrandet

Sie kommen aus Somalia, Afghanistan oder Sierra Leone. Als sie sich entschließen, vor Krieg und Elend zu fliehen, sind sie noch Kinder. Kinder, die sich über Wochen und Monate Schleusern ausliefern, bis sie endlich in Deutschland ankommen. Hier werden sie zunächst in einer so genannten Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht. Eine zermürbende Zeit des Wartens auf ihr Asylverfahren beginnt. Jutta Neupert hat minderjährige Flüchtlinge in ihrem Alltag in München begleitet. Dabei erzählen die Jugendlichen ihre Geschichte, sprechen über ihre Ängste um die Familie zu Hause, über die oft zermürbenden Behördengänge und die Hoffnung auf ein Leben ohne Angst. Sie sind hoch motiviert, wollen Berufe erlernen und büffeln mit aller Macht die deutsche Sprache. Doch noch mehr als für Mädchen ist der Schulalltag für die Jungen, die in ihrer Heimat ums nackte Überleben kämpften, nicht immer einfach. Der Film zeigt auch die kleinen Freuden des Alltags beim Sport, beim Malen, beim Quatschmachen und berichtet über die nimmermüden Versuche der Betreuer, den oft traumatisierten jungen Menschen ein wenig Nestwärme zu geben. So unterschiedlich die Schicksale der jungen Flüchtlinge sind, ein gemeinsamer Wunsch verbindet sie alle: Sie wollen in Deutschland willkommen sein.

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