Gestrandet auf Lesbos

Gestrandet auf Lesbos

Gesellschaft und SozialesDeutschland  

Schon seit Jahren finden sich an den Ferienstränden der griechischen Inseln, die fast greifbar nahe der Türkei liegen, Spuren von Flüchtlingen. Sie kommen mit Schlauchbooten über die Grenze, die hier im Meer verläuft. Viele sind aus Afghanistan geflüchtet, wochenlang waren sie unterwegs und haben mit ihren letzten Ersparnissen türkische Schlepper für die gefährliche Passage bezahlt, um in einem Land der Europäischen Union neu anzufangen. Einer von ihnen ist der Teenager Ali Hassan. Noch nicht einmal 15 Jahre alt, flüchtete er ganz allein zuerst in den Iran und dann weiter Richtung Europa. Das Ziel: Ein Land der Europäischen Union in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Das ist die ganz normale Flüchtlingsgeschichte eines Teenagers und sie ist eine von vielen, welche die Autorin, Annette Zinkant, in der Villa Azadi, einem Heim für minderjährige Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos, hört. Sie sind in Griechenland gefangen, können höchstens illegal weiter, weil sie nach EU-Abkommen nur in dem Land Asyl beantragen dürfen, das sie zuerst betreten haben. Die Griechen haben jedoch andere Probleme, als afghanischen Flüchtlingen Asyl zu gewähren - und der Rest der EU überlässt den Griechen das Problem.

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