Für meinen Glauben

Für meinen Glauben

"Die Welt nur zu verändern reicht nicht, sie muss gesäubert werden!" Das ist die Überzeugung von Anaïs alias Umm Asma. Die junge Konvertitin hat sich unter dem Einfluss islamistischer Extremisten radikalisiert. Vor ihrer Familie hält sie ihren Glauben und ihre neuen Ansichten geheim und beginnt ein Doppelleben. Während der Fahrt nach Hause zu ihrer Großmutter Isabelle verschwindet auf der Zugtoilette ihr Dschilbab, das bodenlange Überkleid, in ihrem Rucksack. Als sie aus der Tür heraustritt, ist sie wieder ganz die unauffällige Medizinstudentin. Aber dann wird an einem Nachmittag zufällig ihre Großmutter Zeugin dieser Verwandlung. Isabelle benachrichtigt Anaïs' Mutter Léa, die aus Sorge um ihre Tochter sogleich aus Montréal anreist. Doch wie soll mit der Situation umgegangen werden? Sollen sie Anaïs direkt konfrontieren? Im Gegensatz zu Léa hat Isabelle ein gewisses Verständnis für ihre Enkelin. Sie selbst teilte Anfang der 1970er Jahre große Träume von Freiheit und Gerechtigkeit mit ihrem heimlichen Geliebten, dem palästinensischen Aktivisten Djibril. Erst als an Bord eines Flugzeuges nach Tel Aviv, in dem auch ihr Mann saß, eine Bombe explodierte und sie wiederholt polizeilich verhört wurde, kamen bei Isabelle Fragen auf.

Im Verhalten ihrer Enkelin glaubt sie nun Parallelen zu erkennen. Gleichzeitig findet Léa alte Liebesbriefe von Djibril an ihre Mutter und erfährt, dass Isabelle sie ihr Leben lang angelogen hat. Doch Mutter und Tochter bleibt keine Zeit sich auszusprechen, denn als sie mit Hilfe eines bekannten Polizisten Anaïs' Laptop knacken und das tatsächliche Ausmaß der Radikalisierung der jungen Frau begreifen, zählt nur noch eins: Anaïs so schnell wie möglich aus dem Einflusskreis der Extremisten zu bringen, bevor sie selbst in Gefahr ist oder zu einer Gefahr für andere wird ...

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