Frühling auf dem Land

Frühling auf dem Land

Der Frühling zieht ein, neues Leben entsteht nach dem langen Winter. Der Südwesten erwacht und blüht auf. Die Menschen zieht es wieder hinaus auf die Straßen und Felder. Für viele ist der Frühling die schönste Zeit des Jahres - mit vielen Festen und Bräuchen. Das hat sich seit damals in den 50er und 60er Jahren nicht verändert. Und doch ist kaum noch etwas, wie es war. "Frühling auf dem Land" unternimmt mit Zeitzeugen eine Reise in die Vergangenheit. Sie erinnern sich, wie sie im Dorf aufwuchsen und wie ihr Alltag damals aussah.
Da ist ein Landwirt aus Gimmingen von der Ahr, der erzählt, wie der erste Traktor sein Leben erleichtert hat wie kaum eine andere Erfindung. Da sind die kreativen Eifeler, die einfach nicht genug vom Winter bekommen konnten und im Frühling in der Nähe des Nürburgrings einfach weiter auf die Skibretter gestiegen sind. Auf einem Hang mit Lift, aber ohne Schnee. Stattdessen haben sie Rollen unter den Brettern. Entstanden ist ein langjähriger Frühlingsbrauch, der wieder auflebt. In Königschaffhausen am Kaiserstuhl erinnert sich ein Obstbauer daran, wie ihn schon als Kind der Duft der Kirschblüten bezaubert hat. Eine Näherin aus Freiamt im Südschwarzwald, die früher von Hof zu Hof ging, hatte damals im Frühjahr wegen der vielen Hochzeiten besonders viel zu tun. Da sind aber auch die Männer von der Mosel, die in Ediger-Eller immer wieder mit dem Hochwasser im Frühjahr zu kämpfen hatten. Und zum Frühling gehört natürlich auch Ostern, das wichtigste Fest der Christen. Der katholische Dorfpfarrer aus Kaisersesch in der Eifel denkt daran zurück, wie seine Gemeinde an Ostern in langen Reihen anstand, nur um die Beichte ablegen zu können.
In einer Mischung aus Zeitzeugen-Erzählungen, Frühlingsbildern und historischen Aufnahmen entsteht ein bunter Bilderbogen über das damalige Leben im Frühling.

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