Frankfurts Uni-Turm wird gesprengt

Frankfurts Uni-Turm wird gesprengt

Es ist kurz vor 10 Uhr am Sonntagmorgen des 2. Februar 2014. Gleich soll er Geschichte sein - der AfE-Turm der Frankfurter Universität mitten in Bockenheim. Sprengmeister Eduard Reisch hat mehrere Wochen alles vorbereitet. Sitzen die Sprengsätze richtig? Sind es ausreichend viele? Stimmen die Berechnungen? Wird der Turm wirklich auf Knopfdruck in sich zusammensacken? Fragen, die berechtigt sind, denn das Vorhaben ist eine der größten Sprengungen in Europa mitten in einer Stadt. Für den erfahrenen Sprengmeister Eduard Reisch ist das Projekt die größte Herausforderung seines Lebens. Der alte Uni-Turm hat 38 Stockwerke und besteht aus 66.000 Tonnen Stahl, die mit einer Tonne Sprengstoff dem Erdboden gleichgemacht werden sollen. Heikel ist das Ganze auch deshalb, weil der AfE-Turm mitten in der Frankfurter City steht, zwischen Wohnhäusern und Unigebäuden. Auch die U-Bahn fährt dicht daran vorbei, und große Gasleistungen liegen dort. Der 'Hessenreporter' begleitet Eduard Reisch in den Wochen vor der Sprengung und an einem seiner spannendsten Tage, sieht ihm über die Schulter, wenn er die Sprengung vorbereitet, wenn er den Zündknopf drückt, und hält mit ihm den Atem an, ob der 120 Meter hohe Turm tatsächlich wie geplant in sich zusammenfällt. Wenn alles nach Plan läuft, ist um kurz nach 10 Uhr an diesem Morgen von dem geschichtsträchtigen Turm nur noch Schutt und Asche übrig. Und die zigtausend Schaulustigen haben ein faszinierendes Schauspiel miterlebt.

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