Zauber der Liebe - Feast of Love

Zauber der Liebe - Feast of Love

Ein kleines Viertel in Portland, Oregon: Der Coffeeshop-Besitzer Bradley (Greg Kinnear) ist ein ebenso naiver wie liebesbedürftiger Typ, der aus allen Wolken fällt, als er von seiner Frau Kathryn (Selma Blair) verlassen wird - für eine andere Frau. Um seinen Schmerz zu vergessen, heiratet er wenig später erneut und wird wieder enttäuscht, denn seine neue Gattin Diana (Radha Mitchell) ist dem verheirateten David (Billy Burke) verfallen. Der wiederum hadert mit sich, weil er trotz seiner Gefühle für Diana seine Familie nicht verlassen möchte. Bradleys junger Kellner Oscar (Toby Hemingway) gilt als problematisch, der alkoholkranke Vater (Fred Ward) ist gewalttätig. Seit dem Tod von Oscars Mutter, seiner großen Liebe, duldet der Alte keine Frau mehr im Haus. Als Oscar sich in die sensible Chloe (Alexa Davalas) verliebt und mit ihr ein eigenständiges Leben beginnen will, versucht der Vater, die Beziehung mit allen Mitteln zu zerstören. Den Rahmen für dieses Panoptikum der Paare bildet die Geschichte des altersmilden Professors Harry Stevenson (Morgan Freeman), der seit vielen Jahren glücklich verheiratet ist, aber sein Kind verloren hat. Mit ironischem Witz, Mitgefühl und Klugheit beobachtet Harry den kuriosen Liebesreigen in seiner Nachbarschaft. Darüber droht er jedoch zu übersehen, dass auch sein eigenes Leben und seine Ehe mit Esther (Jane Alexander) an einen kritischen Punkt gelangt sind. Dieses empfindsame Melodram des dreifachen Oscar-Preisträgers Robert Benton ('Kramer gegen Kramer', 'Der menschliche Makel') erzählt von den unterschiedlichen Spielarten der Liebe und spart neben den Glücksgefühlen auch die Schmerzen nicht aus, die mit ihr einhergehen können. 'Zauber der Liebe' funkelt als stimmungsvolle Reflexion über jenes Sentiment, das die Menschen erst zu dem macht, was sie sind.

Bewertung

0,0   0 Stimmen