Fatale Begierde

Fatale Begierde

Michael Carr (Kurt Russell) und seine Frau Karen (Madeleine Stowe) bewohnen ein schickes Haus in einem der besseren Viertel von Los Angeles. Die gediegene Gegend gilt als sicher, umso größer ist der Schock, als eines Nachts ein Unbekannter in das Haus der Carrs eindringt. Der Einbrecher nimmt Karen als Geisel, verschwindet jedoch, ohne ihr etwas anzutun. Von den Polizisten, die den Vorfall aufnehmen, zeigt einer ein besonderes Interesse an den Carrs: Pete Davis (Ray Liotta), ein erfahrener Beamter, scheint von Karens Trauma tief bewegt. Um ihr und Michael über den Schock hinwegzuhelfen, berät er die beiden in Sicherheitsfragen und nutzt seine Position, um ihnen die rasche Installierung eines modernen Überwachungssystems zu erleichtern. Auch Petes häufige Kontrolltouren in ihrer Straße betrachten Michael und Karen zunächst als sympathische Geste. Erst als Pete den Einbrecher aufspürt und vor Michaels Augen unnötig brutal zusammenschlägt, schwant ihnen, dass ihr 'Freund und Helfer' seine Aufgabe ein bisschen zu ernst nimmt. Michael gibt ihm unmissverständlich zu verstehen, dass er sich künftig von ihm und Karen fernhalten soll. Dies aber kann Pete nicht akzeptieren. Wie ein Stalker beginnt er, den beiden nachzustellen, dringt nachts gar in ihr Haus ein, um zu überprüfen, 'ob alles in Ordnung ist'. Auch eine Beschwerde Michaels bei Petes Vorgesetzten bleibt ohne Wirkung. Um seine krankhafte Obsession zu verschleiern, schreckt Pete nicht einmal vor Mord zurück. Schließlich deponiert er eine große Menge Kokain im Haus der Carrs und bringt Michael hinter Gitter. In seinem Wahn glaubt Pete, Karen warte nur darauf, endlich mit ihm zusammen sein zu können. Umso größer ist sein Hass, als er erkennen muss, dass seine Zuneigung keineswegs auf Gegenseitigkeit beruht. In seinem packenden Thriller 'Fatale Begierde' nutzt Regisseur Jonathan Kaplan ('Angeklagt') geschickt die Idee, dass der 'Freund und Helfer' plötzlich zum größten Feind wird.

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