Extrem: Licht und Schatten

Extrem: Licht und Schatten

Auf Wolken folgt Sonne, auf die Nacht folgt der Tag und umgekehrt. Und wenn nicht? Wie lebt es sich unter allzeit wolkenlosem Himmel? Und wie geht es Menschen, die monatelang am Himmel die Sonne nicht sehen können? Fest steht, dass Menschen, die sich an solchen extremen Orten niederlassen, eine Rossnatur haben müssen. In Longyearbyen, der Hauptstadt der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen, herrscht von Oktober bis Februar dauerhaft Nacht. Longyearbyen ist nicht nur die am weitesten im Norden gelegene größere Stadt der Welt, sie bietet auch einen der härtesten Jobs der Welt: als Bergarbeiter in den Kohlegruben. Es ist finster, wenn man in die Grube hinabsteigt, und ebenso finster, wenn man die Grube wieder verlässt. Das andere Extrem ist die Gegend um Yuma im US-Bundesstaat Arizona. Dort ist es an 340 Tagen im Jahr absolut wolkenlos - was alljährlich sonnenhungrige Rentner aus dem Norden anzieht. In ganzen Wohnmobil-Flotten fallen sie über die kleine Ortschaft Quartzsite her, um dort den Winter zu verbringen. Quartzsite hat im Sommer 2.500 Einwohner, im Winter sind es eine Million. Die 200 Bewohner der zwischen Felswänden eingekeilten Gemeinde Viganella in Norditalien waren jahrhundertelang im Winter zu einem Schattendasein verdammt. Denn ab November verschwindet die Sonne für 83 Tage hinter den Berggipfeln. Eine Idee des damaligen Bürgermeisters sorgte für Abhilfe: Er ließ einen riesigen Spiegel aufstellen, der das Sonnenlicht über den Bergen einfängt und hinunter auf den Dorfplatz spiegelt. Das hat Viganella weltweit bekanntgemacht. Auch St. Shotts in Neufundland ist weltweit bekannt - als der nebeligste Ort der Welt. Die 'Universum'-Dokumentation 'Extrem - Licht und Schatten' besucht die hellsten und dunkelsten besiedelten Orte der Erde und stellt Menschen vor, die sich dort niedergelassen haben.

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