Eine sonderbare Liebe

Eine sonderbare Liebe

Eine sonderbare Liebe beginnt, als sich zwei des Alleinseins müde Menschen treffen. Während der alleinerziehende Harald es geruhsamer angehen möchte, zieht Sybille kurzerhand bei ihm ein. Ein Experiment, das bei zwei so grundverschiedenen Charakteren trotz des guten Vorsatzes reichlich Tücken hat. Ein feucht-fröhliches Betriebsfest in der DDR-Provinz: Kantinenchefin Sibylle Seewald, Ende 30 und unverheiratet, hat beschlossen, nicht mehr einsam sein zu wollen. Harald Reich, verwitwet und Vater zweier Söhne, sollte sich endlich eine Frau suchen, meinen seine Kollegen. Etwas betrunken stürzen sich Sibylle und Harald in die Nacht. Aber am nächsten Morgen ist Sibylle wieder allein. Per Zufall treffen sich beide Wochen später. Nach einigen Auseinandersetzungen scheint es endlich so weit. Sibylle ergreift die Initiative, kündigt ihren Job und steht mit Koffern vor Haralds Tür: 'Wir ziehen erst zusammen, um uns dann kennenzulernen', meint sie. Harald, der die Bekanntschaft etwas geruhsamer angehen wollte, akzeptiert. Schließlich hat er ein Häuschen und einen kleinen Sohn zuhause. Mit Feuereifer stürzt sich Sibylle ins Familienleben, krempelt Haralds Haus, Garten und einiges andere um. Dass sie Harald damit überfordert und ihn mit ihren Aktivitäten erdrückt, merkt sie fast zu spät. Intensiv gespielt und unaufdringlich inszeniert, erzählt der Film die immer wieder aktuelle Geschichte vom schwierigen Zusammenfinden reiferer Paare. 1984 unter der Regie von Lothar Warneke entstanden, spiegelt er den Alltag in der DDR mit distanzierender Ironie wider, wohltuend und unterhaltsam auf die 'kleinen' Nöte und Dramen des Alltags konzentriert. Der Film wurde ein großer Publikumserfolg, nicht zuletzt auch wegen der beiden hervorragenden Hauptdarsteller Christine Schorn und Jörg Gudzuhn. Zu DDR-Zeiten drehte Christine Schorn mehr als 70 Kino- und Fernsehfilme, nach der Wende sah man sie in zahlreichen Charakterrollen, u. a. als Frau Schäfer im Kinoerfolg 'Good bye, Lenin!

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