Ein Schnitzel für drei

Ein Schnitzel für drei

Ex-Tierpfleger Günther (Armin Rohde) ist langzeitarbeitslos, ebenso wie sein bester Kumpel Wolfgang (Ludger Pistor). Kein Job, kaum Geld, wenig Perspektive. Das Leben meint es nicht gerade gut mit ihnen. Doch während der gelernte Herrenausstatter Wolfgang unermüdlich mit der Arbeitsagentur kooperiert, Bewerbung um Bewerbung schreibt und sich bei jeder Fortbildung allergrößte Mühe gibt, geht Günther gegenüber seiner zuständigen Sachbearbeiterin auf Konfrontationskurs: Er möchte sein Geld im Zoo bei seinen heiß geliebten Robben verdienen. Und sonst nirgendwo. Auch wenn die Freunde durchaus unterschiedlich mit ihrer Arbeitslosigkeit umgehen: Das Ergebnis ist bei beiden gleich. Sie stehen weiter ohne Job da. Darunter leidet auch Wolfgangs Familienleben. Ehefrau Karin (Therese Hämer) hätte lieber einen starken Mann im Haus. Und Tochter Jessica (Cristina do Rego) rebelliert, weil sie den Führerschein machen will, ihre Eltern aber als Finanziers komplett ausfallen. Erst als sie auf Günthers demenzkranken Nachbarn Hermann (Branko Samarovski) treffen, beginnt sich das Blatt zu wenden. Zunächst nervt der verwirrte Senior gewaltig. Doch als Günther durch Zufall einen Geldschatz in seiner Wohnung entdeckt, ändert sich das schlagartig. Während Hermann jegliche Erinnerung an das Geld verloren hat, spukt es dem arbeitslosen Tierpfleger unaufhörlich im Kopf herum. Er sieht seine Chance gekommen - und möchte das Geld mit Wolfgang teilen. Doch den plagen Skrupel: Man darf den armen alten Mann doch nicht einfach bestehlen! Etwas anderes wäre es natürlich, wenn das Geld eine Art Gehalt wäre. Seit dem Tod der Nachbarin Anna, in deren Wohnung nun Günther lebt, sorgt sich nämlich niemand mehr um den einsamen Hermann. Keiner, der aufräumt, saugt, putzt, die Wäsche beziehungsweise Hermann wäscht. Es gibt mächtig viel zu tun. Und die beiden Freunde packen an. Hermann sieht das Engagement der eigentümlichen Herren zwar zunächst skeptisch - wo ist eigentlich Anna, sind die zwei etwa schwul?

, doch gegen die Hilfe lässt sich auf Dauer nun wirklich nichts einwenden.

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