Ein Fischzug für 300 Millionen

Ein Fischzug für 300 Millionen

Bissa und Lino verdienen sich ihren Lebensunterhalt mit Schwarzfischerei. Sehr zum Ärger von Mario, dem amtlich bestellten Fischhüter. Da die beiden Gauner gewitzt sind, hatte er bisher noch keine Chance, die beiden auf frischer Tat zu ertappen. Eines Tages taucht bei Bissa ein alter Freund auf und bittet ihn, seine drogenabhängige Tochter Tina für einige Tage in seiner Hütte zu beherbergen. Bissa ahnt nicht, was er sich mit seiner Zustimmung einbrockt. Venetien/ Adria: Seit seiner Kindheit lebt Bissa in dem beschaulichen Fischerdorf Caorle mit seinem fischreichen Lagunengebiet. Er ernährt sich vom Aalfang, wie es sein Großvater und sein Vater getan haben. Dass das Fischen in der Lagune inzwischen von der Gemeinde verboten worden ist, ist in seinen Augen Raub am Volkseigentum und deshalb eine Regel, die gebrochen werden muss. Und so legt er zusammen mit seinem jungen naiven Freund Lino die Reusen aus und verkauft seine Beute unter der Hand an den einzigen Wirt des Ortes - sehr zum Zorn des örtlichen Fischhüters Mario, der sich seit Jahren vergebens die Nächte um die Ohren schlägt, um Bissau und Lino auf frischer Tat zu ertappen und immer wieder den Kürzeren zieht. Dass Bissa die Aalgründe erleichtert, ist ein offenes Geheimnis in Caorle. Niemand aber ahnt, dass die schöne verwitwete Komtessa, die einsam in ihrer schlossähnlichen Villa lebt und sich jeden Tag für ein paar Stunden zum Trauern in die Gruft des Gatten zurückzieht, in Wirklichkeit diesen unheimlichen Unterschlupf zu leidenschaftlichen Schäferstündchen mit Bissa nutzt. Das Leben könnte so weiter gemütlich zwischen illegaler Fischerei, Plänkeleien mit Mario, Gruftbesuchen mit der Komtessa und Kartenspielen mit den Kumpels hinplätschern, wäre nicht eines Tages ein gewisser Vasco bei seiner einsamen Hütte aufgetaucht. Gehüllt in die 'Tracht der Reichen und Mächtigen' - Anzug aus bestem Stoff, Hut und schwarze Sonnenbrille - bittet er Bissa um einen Gefallen.

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