Ein Abend mit Gus Van Sant

Ein Abend mit Gus Van Sant

Dokumentation 

Es ist sozial unangepasstes, oft kritisches Kino, das der 1952 im amerikanischen Bundesstaat Kentucky geborene Gus Van Sant mit seinen Filmen produziert. ARTE widmet dem eigenwilligen Regisseur einen Abend und zeigt zwei seiner Filme: "Promised Land" (2012), der das Fracking und dessen soziale Folgen thematisiert, und "Last Days" (2004) über die letzten Tage eines Rockstarts - in vager Anlehnung an den Mythos Kurt Cobain.
Gus Van Sant kommt Ende der 70er Jahre zum Film, dreht 1985 seinen ersten Langfilm "Mala Noche" und 1989 den preisgekrönten "Drugstore Cowboy", worin sich bereits die Schlüsselmotive des Regisseurs finden: ein Amerika der Populärkultur, der Jugendlichen, der Kriminellen, der Süchtigen und Leidenschaftlichen. Der kommerzielle Durchbruch gelingt mit "Good Will Hunting" im Jahr 1997. Für den Film erhält er 1998 eine Oscarnominierung als bester Regisseur. Sein wohl umstrittenster Film ist "Elephant" (2003), der vom Amoklauf an einer Schule handelt.
Gus Van Sants facettenreiches Werk umfasst um die 20 Spielfilme und TV-Produktionen, dazu Dokumentar- und Kurzfilme. Immer wieder greift er mit viel Fingerspitzengefühl und großer sozialer Stimmigkeit Themen und Probleme der amerikanischen Gesellschaft auf. Über den Motiven liegt oft der Drive der Jugend, die Gus Van Sant als eine Zeit des Begehrens, der Angst vor Isolation und der Suche nach Identität inszeniert. Seine Filme zeigen ein Amerika jenseits des Glamourösen und bestechen durch ihre Authentizität.

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