Drum bun - Gute Reise
Der Yuppie Martin Schlegel macht sich auf ins ferne Rumänien, wo sein ungeliebter Vater bei einem Jagdunfall ums Leben gekommen ist. Er will die Leiche nach Deutschland überführen. Doch sobald Martin rumänischen Boden betritt, bricht das Chaos aus. Schnell wird aus seiner Reise ein Horrortrip, auf dem er es mit schlampigen Verwaltungsbeamten, auf Devisen versessenen Taxifahrern, Auto- und Taschendieben zu tun bekommt. Martin Schlegel soll den Leichnam seines Vaters, der bei einem Jagdunfall ums Leben gekommen ist, aus Rumänien nach Deutschland überführen. Pech nur, dass der junge Berliner kein Wort der Landessprache spricht und seine Papiere bereits auf dem transsilvanischen Provinzflughafen verschwinden. Als Martin schließlich das Krankenhaus, in dem sein Vater aufgebahrt sein soll, nach stundenlanger Irrfahrt erreicht, entpuppt sich dieses als Nervenheilanstalt. Und dann gibt die teure Schrottkarre, die er gezwungenermaßen am Flughafen gekauft hat, ausgerechnet an einem Friedhof den Geist auf. Es hilft alles nichts: Martin muss zu Fuß weiter, durch ein Land, das ihm fremd ist und ausschließlich von skurrilen Typen und Halsabschneidern bevölkert scheint. Schließlich trifft er auf ein junges Pärchen mitten in einer Beziehungskrise. Imi und Agi nehmen Martin im Auto mit - als Puffer zwischen den beiden Streitenden - und versprechen, ihn zum richtigen Krankenhaus zu bringen. Damit beginnt Martins Odyssee durch Rumänien erst so richtig. Mit seinem lakonisch-sarkastischen Roadmovie 'Drum Bun - Gute Reise' gelang dem Zürcher Regisseur, Koautor und Produzenten Robert Ralston eine kleine Perle des europäischen Kinos. Geschickt spielt 'Drum Bun - Gute Reise' mit den Klischees, die Westeuropäer mit ihren östlichen Nachbarn verbinden und entwickelt aus den lustvoll ausgebreiteten und ins Groteske übersteigerten Culture-Clash-Motiven seinen besonderen Reiz.