Drogen - Lust und Last

Drogen - Lust und Last

Von der Suche nach Bewusstseinserweiterung und spiritueller Kraft bis zur medizinischen Therapie - der Umgang mit Rauschmitteln ist so alt wie die Menschheit selbst. Gleichzeitig ist der Gebrauch von Drogen mit Illegalität und Missbrauch verbunden. Kriminalisierung einerseits und stillschweigende Toleranz andererseits liegen nahe beieinander. Der sogenannte "vierte Trieb" hatte enormen Einfluss auf Literatur, Musik und Kunst - ohne Rausch und Sucht wäre die moderne Popkultur wohl kaum denkbar. Der Rausch motiviert den Menschen nicht einfach, sich gut oder schlecht zu fühlen - er erfüllt das Verlangen, sich anders zu fühlen.

Nach vielen Jahrzehnten der Aufklärung und Sucht-Prävention scheint die mediale Auseinandersetzung mit dem Thema erlahmt. Gilt es doch geradezu als Binsenweisheit, dass der Missbrauch von Drogen Abhängigkeit und Tod nach sich ziehen kann. Vieles scheint uns so selbstverständlich, dass man vermeintlich nicht mehr darüber zu reden braucht. Dennoch: Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist eine erstaunliche Unkenntnis zu beobachten.

Was zählt inzwischen alles zu Drogen, und wie wirken sie im Einzelnen? Warum kommen immer wieder neue Suchtmittel dazu? Warum gibt es noch immer so unterschiedliche Ansichten über die Legalisierung von Drogen und Ersatztherapien? Der Anstieg beim Konsum synthetischer Drogen wie Crystal Meth und die zugenommene Zahl der Drogentoten zeigen, dass es Zeit wird, darüber wieder zu reden. Mit spannenden Fakten, Spielfilmen, sowie wissenschaftlichen wie historischen Beiträgen rund um das Thema Drogen, Rausch und Kriminalität möchte der Arte-Schwerpunkt ein differenziertes Bild eines Phänomens zeichnen, das der Menschheit seit jeher Lust und Last zugleich ist.

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