Donna Leon - Beweise, dass es böse ist

Donna Leon - Beweise, dass es böse ist

Commissario Brunetti (Uwe Kockisch) kommt frisch aus dem Urlaub zurück, als Sergente Vianello (Karl Fischer) ihm besorgt mitteilt, Vice-Questore Patta (Michael Degen) habe allein einen Mordfall 'aufgeklärt': Die Witwe Battestini (Iris de Marchi) sei von ihrer rumänischen Putzfrau Florinda (Roberta Morassi) erschlagen worden. Beim Versuch der Festnahme flüchtete die mutmaßliche Täterin - die im Übrigen nichts aus der Wohnung gestohlen hatte - und verunglückte dabei tödlich. Für Patta ist der Fall abgeschlossen, doch Brunetti ist keine fünf Minuten im Büro, als eine Nachbarin der toten Witwe erscheint und der verdächtigen Putzfrau ein glaubhaftes Alibi verschafft. Mit Rücksicht auf Pattas Eitelkeit rollt Brunetti den Fall heimlich auf und findet heraus, dass die Battestini ein wahrer Drachen war, der mit allen Nachbarn im Clinch lag. Außerdem führte sie bei mehreren Banken stattliche Konten, auf die aber immer nur kleine Summen eingezahlt wurden. Erbberechtigt ist ihre Nichte Graziella Simionato (Julia Richter), die jedoch leer ausgeht: Roberta Marieschi (Simone Thomalla), die gewiefte Anwältin der Witwe, hat das Geld unauffällig zur Seite geschafft. Ein veritables Mordmotiv erkennt Brunetti jedoch nirgends. Auch Gabriel (Christoph Bach), der Sohn der rumänischen Putzfrau, der die Wahrheit über den Tod seiner Mutter herausfinden will, bringt Brunetti nicht weiter. Als Brunetti sich noch einmal genauer in der Wohnung der toten Witwe umsieht, findet er in einem Geheimversteck ein Dokument, mit dem Signora Battestini den Chef der Schulbehörde, Mauro Trotti (Helmut Berger), seit Jahren erpresste: Der ehrenwerte Dottore hat nämlich seinen Doktortitel gefälscht... In dieser Folge der beliebten Donna-Leon-Verfilmungen hat der venezianische Ermittler es mit der ganz alltäglichen Boshaftigkeit der Menschen zu tun. Uwe Kockisch ('Eine Stadt wird erpresst') überzeugt erneut in der Rolle des geduldigen aber auch schlitzohrigen Commissario, der hier sehr diplomatisch vorgehen muss.

Bewertung

0,0   0 Stimmen