
Documenta 14
Nach dem Motto "Von Athen lernen" findet die weltweit größte Schau zeitgenössischer Kunst diesmal gleich an zwei Orten statt. Nach Athen im April öffnet die Documenta nun am 10. Juni auch in ihrer Heimatstadt Kassel die Tore. In ihrer 14. Ausgabe unter Kurator Adam Szymczek stellt sie Kunst in den Mittelpunkt, die sich mit der gegenwärtigen Krise auseinandersetzt, Antworten sucht, auch Lösungsvorschläge wagt. Kunst, die von ihrer Erzählung lebt, die kompromittieren und irritieren will, geschaffen von 160 Künstlern aus aller Welt, von denen viele zwei Werke schufen, je für Athen und Kassel. Eine politische Documenta also, bei der es um existenzielle Fragen unserer Zeit im Spiegel der Gegenwartskunst geht. ARTE blickt mit drei Produktionen auf dieses Großereignis:
Regisseurin Natascha Pflaumbaum erzählt in ihrer Kulturdokumentation "Weltkunst - Eine Reise" von der aufwühlenden Begegnung mit fünf Documenta-Künstlerinnen und Künstlern in Beirut, Kosovo, Buenos Aires, Leicester und New York, deren künstlerischer Weg geprägt ist durch die Auseinandersetzung mit Krieg, Diktatur, politischer Ungerechtigkeit und Armut.
Das Kulturmagazin "Metropolis" schlendert noch vor der Documenta-Eröffnung am 4. Juni im Metropolenreport durch Kassel. Kunstwerke auf Schritt und Tritt, ein Streifzug durch das Szeneviertel der Stadt, wo sich Künstler, Kreative und Kuratoren treffen; ein musikalisches Rendezvous mit Milky Chance und die Begegnung mit dem Documenta 14-Künstler Olaf Holzapfel stehen auf dem Programm.
Die Webserie "Art & Survival" schaut sich in Athen um. Was ist übrig von der dortigen Kulturszene nach sechs Jahren Dauerkrise. Auf welchem kulturellen Boden ist das Raumschiff Documenta 14 gelandet?
Außerdem zeigt ARTE in der "Spätvorstellung" am 12. Juni den Film "Bitter verdient" des chinesischen Regisseurs Wang Bing, der bei der Documenta 14 mit seinem digitalen Video "15 hours" vertreten ist.