Die zwölf Geschworenen

Die zwölf Geschworenen

Die Beweisaufnahme ist beendet, der Gerichtssaal leert sich, und der wegen Vatermordes angeklagte junge Mann wird in seine Zelle zurückgebracht. Nun ist es an den zwölf Geschworenen, in ihrem Beratungszimmer über das Schicksal des Angeklagten zu entscheiden. Aufgrund der Beweislage scheint der Fall klar. Alle Zeugen belasten den jungen Burschen, der seine Unschuld beteuert: Ein alter Mann, der in der Wohnung unter dem Opfer wohnt, will den Fall eines schweren Körpers gehört haben; eine andere Zeugin behauptet sogar, den Mord von der gegenüberliegenden Straßenseite aus beobachtet zu haben. Trotzdem stimmen nur elf der Geschworenen sofort für das Verdikt 'schuldig'. Der Geschworene Nr. 8 nämlich ist ganz und gar nicht von der Täterschaft des Angeklagten überzeugt. Und er ist nicht bereit, im Zweifelsfall gegen einen Menschen zu entscheiden, wenn dabei dessen Leben auf dem Spiel steht. Er verlangt, dass man den Fall noch einmal in Ruhe diskutieren solle. Es kommt zu einer hitzigen Debatte, in deren Verlauf sich immer mehr Geschworene der Haltung von Nr. 8 anschließen. Allerdings hat jeder der Geschworenen ganz eigene Gründe dafür, seine Meinung zu ändern. Nr. 9 zum Beispiel schließt sich Nr. 8 an, weil ihm dessen Haltung imponiert. Nr. 7 und Nr. 10 lassen sich von den schlüssigen Argumenten ihres Mitgeschworenen überzeugen, wieder ein anderer will schlichtweg die langwierige Diskussion verkürzen, aus Angst sein Baseballspiel zu verpassen. Nur einer der Männer, der Geschworene Nr. 3, bleibt eisern bei seiner Meinung, dass der Angeklagte schuldig gesprochen werden müsse.

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