Die zehn Gebote

Die zehn Gebote

MonumentalfilmUSA  

"Die größte Geschichte aller Zeiten" (1965) heißt ein anderer US-Monumentalfilm über das Leben Jesu, und auch der Stoff der "Zehn Gebote" ist eine dieser überlebensgroßen Menschheitsgeschichten, die viele Regisseure der 50er-Jahre und 60er-Jahre reizte, als Hollywood mit neuen technischen Verfahren wie übergroßen Leinwänden und leuchtenden Farben eine Blüte des Monumentalfilms erlebte.

"Alien"-Regisseur Ridley Scott, der mit "Gladiator" bewiesen hatte, dass auch das moderne Publikum dieses Genre zu goutieren vermag, drehte 2014 eine Art Remake von "Die zehn Gebote": "Exodus: Götter und Könige". Der Film konzentriert sich auf den Konflikt zwischen Moses und Ramses und zeigt - dank modernster digitaler Möglichkeiten - auch die zehn Plagen.

Der Auszug der Israeliten aus Ägypten ist Teil der Bibel im Buch Exodus, Kapitel 1 bis 15. Viele Historiker glauben heute, dass die Geschichte zwar historische Wurzeln hat, insgesamt aber ins Reich der Legendenbildung beziehungsweise Gründungsmythen gehört, weil sich ein Auszug des Volkes Israel aus Ägypten in dieser riesigen Dimension nicht belegen lässt.

Das ZDF zeigt den Film in einer vom Studio Paramount restaurierten Fassung.

Die Stars von "Die zehn Gebote" sind mittlerweile alle gestorben: Yul Brynner (1920 bis 1985), Charlton Heston (1923 bis 2008) und Anne Baxter (1923 bis 1985).

Als einziger der drei Topstars in der Besetzung war Yul Brynner, der noch vor Bruce Willis die Glatze als Markenzeichen etablierte, nicht in den USA geboren, sondern in Russland. 1934 ging er mit seiner Mutter nach Paris. Seine berühmteste Rolle ist die des Königs von Siam in dem Musical "Der König und ich" - eine Rolle, in der Brynner nicht nur auf der Leinwand glänzte, sondern auch am Broadway. Yul Brynner starb in New York, ist in Frankreich begraben, auf dem Friedhof des kleinen Ortes Saint-Michel de Bois-Aubry, zirka 55 Kilometer von Tours entfernt.

Anne Baxter war die Enkelin des weltberühmten Architekten Frank Lloyd Wright.

Charlton Heston überlebte seine Co-Stars um viele Jahre. Er starb 2008, nachdem die Alzheimer-Erkrankung bei ihm diagnostiziert wurde. Bei vielen Liberalen geriet er als Präsident der US-Waffenvereinigung in Verruf. Oft vergessen wird, dass Heston sehr lange die Demokraten unterstützte, bevor er ins Lager der Republikaner wechselte. Sein Leben lang machte er sich für humanitäre Zwecke stark.

Bewertung

4,0   2 Stimmen