Die Tiere zuerst

Die Tiere zuerst

Im Mai 2005 machen sich einige Menschen auf den Weg in die Vergangenheit. 600 Jahre zurück führt sie ihre Reise, eine Zeitreise in das späte Mittelalter. Als Knechte und Mägde wollen sie dem alten Gemäuer von Schloss Burgk in Thüringen neues Leben einhauchen und dort unter genau den Bedingungen leben, wie sie im Jahre 1419 geherrscht haben. Auf Schloss Burgk werden sie vom Küchenmeister und vom Burgvogt, ihren neuen Vorgesetzen empfangen. An diesem Sonntag im Mai des Jahres 2005 beginnt für die zunächst acht, schließlich insgesamt zwölf Menschen aus der Neuzeit das 'Abenteuer Mittelalter'. In den nächsten Wochen werden sie erfahren, wie das Leben vor allem der einfachen Leute im Mittelalter wirklich war.
Bereits kurz nach dem Einzug wird dem neuen Gesinde auf Schloss Burgk klar, was in den nächsten sechs Wochen auf jeden Einzelnen zukommt: jede Menge Arbeit, dazu ein gestrenger und herrischer Burgvogt, der alle kontrolliert.
Wichtigste Aufgabe und größtes Problem ist es, die Tiere zu versorgen! Die Nutztiere sind überlebenswichtig, denn die Burg muss sich selbst versorgen können. Doch bereits bei seinem ersten Rundgang stellt der Burgvogt fest, dass die Ziegen nicht richtig gemolken wurden. Das bedeutet ein Gesundheitsrisiko für die Tiere. Die beiden jungen Mägde Swaantje und Bianca verzweifeln fast beim erneuten Ziegenmelken und fangen an, sich Sorgen zu machen. Und dann nimmt auch noch die Kuh Reißaus! Die Situation eskaliert. Der Burgvogt tobt. Edelgard, die älteste Magd, muss los, um die Kuh wieder einzufangen. Die viele Arbeit unter ungewohnten Bedingungen droht den Zeitreisenden über den Kopf zu wachsen.
Die Tiere halten alle auf Trab: Das Vieh findet innerhalb der Burg nicht mehr genug Gras und droht über kurz oder lang zu verhungern. Also schuften die Knechte bis spät in die Nacht, um unten an der Saale neue Zäune zu bauen. Zu allem Überfluss hat der Fuchs eine Gans geholt! Damit das nicht noch mal passiert, muss also auch gleich noch ein neuer Gänsestall gebaut werden: nur mit Muskelkraft und ohne moderne Werkzeuge. Bis der Stall fertig ist, ordnet der Burgvogt eine Nachtwache bei den Tieren an. Wer nicht wacht, der sinkt abends erschöpft auf die Strohmatratze und versucht in den kalten Nächten in der Gesindekammer neue Kräfte zu sammeln.
Vieles ist noch gewöhnungsbedürftig - wie beispielsweise der Abort-Erker mit Lindenblättern als Toilettenpapier. Und dann stellt der Burgvogt auch noch einen weiteren Burgbewohner in Aussicht: einen Knappen, den er zum Ritter ausbilden will. Schön und gut, aber noch ein Adeliger, der bedient und verköstigt werden will und dem man es sowieso nicht Recht machen kann?! Die Mägde sind skeptisch.
Und schon droht ein neues Problem: Die Lebensmittel im Vorratskeller wurden nicht ordentlich gelagert und verschimmeln nun. Auf die Burgbewohner kommen harte Zeiten zu.

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