Die Summe meiner einzelnen Teile

Die Summe meiner einzelnen Teile

Die Kamera kreist um den nackten Mann im satten Grün des Waldes. Sein schwerer Atem und das Knacken des Holzes, das Rauschen der Blätter und Vogelgezwitscher erfüllen die Szene. Plötzlich lässt er sich nach hinten fallen - das Bild wird schwarz. Die Eingangsszene erinnert an Weingartners ersten Film 'Das weiße Rauschen' mit einem herausragenden Daniel Brühl in der Hauptrolle. In 'Die Summe meiner einzelnen Teile' sind Martins einzige Sicherheit die Zahlen. Vor nicht allzu langer Zeit war er ein genialer Mathematiker auf Karrierekurs in einem großen Unternehmen, verdiente gut, hatte eine Freundin, ein geordnetes Leben. Er arbeitete bis zur Erschöpfung - bis er zusammenbrach und die Welt in tausend Einzelteile zerfiel. Nach der Entlassung aus der Psychiatrie verliert Martin seine Stelle, holt seine Sachen von der Exfreundin ab und isoliert sich. Er fühlt sich verfolgt und es fällt ihm immer schwerer, die Wirklichkeit mit seinen Zahlen zu bändigen. Jenseits der Mathematik, am Rande der Hauptstadt trifft er auf einen geheimnisvollen Jungen, der nur Russisch spricht. Gemeinsam flüchten sie in die Wälder in der Umgebung Berlins. Fern von den Zwängen des Alltags beginnen sie ein neues Leben, bauen eine Hütte, werden Freunde. Sie streifen durch den Wald, über Wiesen und an Seeufer, erleben die in Millionen Farben glitzernde Wildnis. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis man Martin auch dort finden wird ...

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