Die Stille nach dem Schuss

Die Stille nach dem Schuss

Deutschland in den 70er Jahren: Rita Vogt glaubt, dass eine gerechtere Welt mit Anarchie zu erreichen wäre. Aus Liebe zu dem charismatischen Andi kommt sie zum Terrorismus. Gemeinsam mit ihren Genossen überfällt sie eine Bank - 'Enteignungsaktion' nennen sie ihren bewaffneten Raubzug. Als Andi gefasst und in Berlin inhaftiert wird, will Rita ihn mit Friederike und Klatte befreien. Die Aktion geht schief, es gibt Verletzte und einen Toten. Über Ost-Berlin, wo sie Bekanntschaft mit der Stasi machen, können die Vier entkommen, zunächst ins vermeintlich sichere Beirut, später nach Paris. Jahre später erschießt Rita bei einer Verkehrskontrolle einen Polizisten. Sie flieht nach Ost-Berlin, um für sich und andere Aussteiger die Vermittlung der DDR zu erbitten. Doch der Arbeiter- und Bauernstaat zeigt kein Interesse am Vermitteln, sondern möchte die Leute lieber im eigenen Land haben, unter eigener Kontrolle. So wird aus Rita Vogt Susanne Schmidt, Arbeiterin im VEB Modedruck. Während ihre Kollegin Tatjana gegen die erstarrten Verhältnisse revoltiert und in den Westen will, projiziert Rita den Rest vom Traum von einer besseren Welt auf die DDR. Dennoch entsteht zwischen den beiden Frauen eine tiefe Freundschaft, die durch eine Fahndungsmeldung im Westfernsehen abrupt zerstört wird. Wieder muss Rita untertauchen, wieder muss sie eine neue Identität annehmen. In einer neuen Stadt lernt sie Jochen kennen, der sich in sie verliebt und sie mit nach Moskau nehmen will. Doch dann wird Rita von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt, es ist das Jahr 1989 - die Mauer fällt.

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