Die Silicon-Valley-Revolution

Die Silicon-Valley-Revolution

Die Westküste der USA kurz nach der Flower-Power-Zeit: Die Haare sind lang, die Musik laut. Zen-Buddhismus, Drogen, Weltverbesserungstheorien und Folkgitarren waren die Begleitmusik für eine Revolution im Verborgenen. Denn Anfang der 70er Jahre wurde die Zukunft geboren, die Welt der Personal Computer und des Internets. Nicht die etablierten Großkonzerne, sondern junge Männer mit einer Vision hoben den amerikanischen Traum auf eine neue Stufe. Musik, Mode und Politik wurden in dieser Zeit durcheinandergewirbelt. Doch eine Horde von Nerds von der Westküste veränderte die Gesellschaft wenig später auf eine Weise, die nachhaltiger war als jede andere politische Bewegung. Die Ära von heute, die Epoche der Smartphones, der sozialen Netzwerke und der Bildschirmarbeitsplätze, wäre undenkbar ohne ein paar langhaarige Brillenträger mit eigenartigen sozialen Umgangsformen. Zumindest das ist ihnen gelungen: Die Welt von heute ist auf eine Weise vernetzt, die vor 40 Jahren unvorstellbar war. Die Kultur der Kommunikation und mit ihr das soziale, politische, ökonomische Miteinander hat sich von Grund auf gewandelt. Aber ist es wirklich die Welt, die sich die Revolutionäre von damals erträumt haben? Heute stehen im Silicon Valley IT-Großkonzerne. Allein Google hat einen Börsenwert von mehreren Hundert Milliarden Euro. Die Marktmacht von Apple, Microsoft, Google und Facebook hat Konkurrenten verdrängt und Diskussionen um die Zugänge zu Technologie und Daten ausgelöst. Ist Big Brother 2.0 das Ergebnis der Westküsten-Revolution? Die Dokumentation zeichnet anhand der Geschichten der Computerpioniere ein beeindruckendes Bild der Gründungszeit des Personal Computers, die geprägt war von Leidenschaft, Wissensdurst und dem Wunsch, die Welt zu verbessern. Die Bilanz der einstigen Technikrevolutionäre in den Interviews fällt heute gemischt aus.

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