Die Schwarzen Brüder
SRF1
10.07., 09:05
- 10:40 Uhr
Giorgios (Fynn Henkel) Kindheit in einem Tessiner Bergdorf ist zwar von Armut geprägt, aber glücklich. Als eines Tages ein Adler seine Mutter (Sabine Timoteo) schwer verletzt, wird die Lage der Familie jedoch schnell prekär. Sein Vater (Leonardo Nigro) kann sich keinen Arzt leisten.
Diese Situation macht sich Antonio Luini (Moritz Bleibtreu) zunutze. Er ist in den Tessiner Tälern auf der Suche nach Knaben, die er in Mailand als Kaminfegergehilfen verkaufen kann. Er bietet Giorgios Vater Geld für seinen Sohn. Schweren Herzens geht dieser den Deal ein. Zusammen mit einer Gruppe anderer Buben wird Giorgio nach Mailand verschleppt.
Dort verkauft Luini den Knaben an den Kaminfeger Battista Rossi (Waldemar Kobus). Mit dem Familienvater Rossi hat Giorgio zwar vergleichsweise Glück, nicht aber mit dessen Frau und Sohn, die dem Verdingbub das Leben schwer machen.
Der Alltag der Kaminfegerjungen ist beinhart. Sie werden, da sie klein genug sind, die Kamine hochgeschickt, um dort den Russ mit blossen Händen zu entfernen. Doch nicht nur die harte Arbeit macht den Kindern zu schaffen, sie werden zu allem Übel auch noch von einer Bande aus dem Quartier drangsaliert, die sich «Die Wölfe» nennt. Giorgio, der in Alfredo (Oliver Ewy) einen Freund gefunden hat, beschliesst, sich gegen diese Bande und gegen Luini, der ihnen noch immer das Leben schwermacht, zu wehren. Sie gründen ihre eigene Bande, «Die schwarzen Brüder», und planen ihre Flucht zurück ins Tessin.
Xavier Koller hat mit «Die schwarzen Brüder» einen der bekanntesten Schweizer Jugendbuchklassiker von Kurt Held und Lisa Tetzner verfilmt. Die beiden Autoren erhielten während der Nazizeit Asyl in der Schweiz. Held, der eigentlich Kurt Kläber hiess, ist auch der Schöpfer einer anderen Geschichte, in denen sich eine Kinderbande gegen böse Erwachsene wehrt: «Die rote Zora».
Xavier Koller gehört zu den wenigen Schweizer Regisseuren, die auch international bekannt sind. 1990 gewann der gebürtige Schwyzer mit dem Drama «Reise der Hoffnung» einen Oscar für den besten ausländischen Film. Das Schweizer Publikum kennt Koller als Schöpfer von «Das gefrorene Herz», «Der schwarze Tanner», «Eine wen iig, dr Dällebach Kari» und des 2015 erschienenen Kinohits «Schellen-Ursli».
In der schweizerisch-deutschen Koproduktion spielen die Schweizer Schauspieler Leonardo Nigro und Sabine Timoteo sowie die deutschen Moritz Bleibtreu, Waldemar Kobus, Richie Müller und Fynn Henkel, der Giorgio verkörpert.
Bewertung
Links zur Sendung
Darsteller
- Giorgio Fynn Henkel
- Antonio Luini Moritz Bleibtreu
- Battista Rossi Waldemar Kobus
- Pater Roberto Richy Müller
- Alfredo Oliver Ewy
- Dante Can Schneider
- Antonio Javidan Imani
- Riccardo Jasper Smets
- Luigi Sergen Ecin
- Marco Max Damisi
- Anselmo Andreas Warmbrunn
- Meister Spitzbart Ciro de Chiara
- Angeletta Ruby O. Fee
- Katze Robin Gorges
- Julian Graupner
- Blatternarbiger David Hürten
- Einaugiger Ivd Immanuel Kortlang
- Enzo Rafael Koussouris
- Giorgios Vater Leonardo Nigro
- Meister 2 Nedjo Osman
- Anita Alena Pfanz
- Bäckermeister Jürgen Rißmann
- Nonna Margherita Schoch
- Frau Rossi Catrin Striebeck
- Giorgios Mutter Sabine Timoteo
- Andere Dame Leni Wesselman
- Handwerker Peter Brachschoss
- Marktfrau Ingeborg Vehlen
Mitwirkende
- Regie Xavier Koller
- Produktion Cornelia Ackers
Wasiliki Bleser
Cornelius Conrad
Nadja Dumouchel
Giulia Fretta
Clarens Grollmann
Stephan O. Hansch
Simon Happ
Wolfgang Herold
Fritjof Hohagen
Ole Kampovski
Roman Klink
Karin Koch
Rainer Kölmel
Alexander Loskant
Brigitta Mühlenbeck
Andreas Schreitmüller - Musik Balz Bachmann
- Kamera Felix von Muralt
- Drehbuch Fritjof Hohagen
Klaus Richter