Die Schäferin

Die Schäferin

Frankfurt ist ein teures Pflaster. Das ist auch der arbeitslosen Juristin Svea Hofmann (Stefanie Stappenbeck) schmerzlich bewusst, die in der Finanzmetropole keinen Job findet und mit der Miete im Rückstand ist. Da erhält sie den Anruf ihrer alten Schulfreundin Ute Hogland (Katja Studt). Deren Onkel Walter Roden (Michael König) hat sich das Bein gebrochen und braucht eine Aushilfe für seine Schafherde. Svea hat vor ihrem Jurastudium eine Ausbildung als Schäferin absolviert und tauscht die Stöckelschuhe gegen Gummistiefel. Zwar traut der eigenbrötlerische Walter der zierlichen Svea den Knochenjob zunächst überhaupt nicht zu, doch Svea beißt sich durch und erkennt bald jedes einzelne Schaf am Blöken. Die Luftveränderung tut ihr gut, sie liebäugelt sogar damit, sich in der Gegend als Anwältin niederzulassen. Zu ihrer Überraschung trifft Svea den Tierarzt Hannes (Hans-Werner Meyer) wieder, ihre große Liebe aus Jugendtagen, den sie damals um der Karriere willen verlassen hat. Eigentlich ist Hannes glücklich verheiratet mit Ute, mit der zusammen er eine 13-jährige Tochter hat. Doch bald schon flammen seine alten Gefühle zu Svea wieder auf. Gegen ihren Willen stürzen sie sich in eine leidenschaftliche Affäre. Svea ist hin- und hergerissen: Sie liebt Hannes - aber kann sie seine Ehe und Familie zerstören? In diesem modernen Heimatfilm stehen Stefanie Stappenbeck als Schäferin und Hans-Werner Meyer als untreuer Tierarzt vor einer schweren Entscheidung. Auch die weiteren Rollen sind mit Katja Studt, Michael König und Petra Kleinert herausragend besetzt. Dagmar Damek, die auch das Buch verfasste, zeigt in ihrer stimmigen Inszenierung, warum die Schäferin in der traumhaften Rhöner Berglandschaft Heimatgefühle bekommt.

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