Die Retter der Schneeleoparden

Die Retter der Schneeleoparden

Sie sind die Könige der Bergwelt: Die kirgisischen Schneeleoparden, die seit Jahrtausenden hoch oben im ewigen Eis des Tien-Shan-Massivs leben, fern von jeder Zivilisation. Sie müssen nur den Hunger fürchten - und die Menschen. Denn in der letzten Zeit ist der Bestand der edlen Tiere in dem zentralasiatischen Staat bedroht, der nötige Lebensraum wird ihnen zunehmend eingeschnürt. Der Klimawandel lässt die Gletscher schmelzen, die Bauern ziehen mit ihren Ziegen immer höher in die unwirtlichen Gebirgsregionen und betrachten die Schneeleoparden als Feinde, die ihre Herden bedrohen. Jäger wildern die Tiere, deren Fell auf dem Schwarzmarkt bis zu 10.000 Dollar bringt. Vor 20 Jahren streiften mehr als 4.000 Großkatzen durch die Berge, heute - so schätzt man - gibt es in Kirgisistan nur noch 250 Schneeleoparden. Der deutsche Naturschutzbund NABU hat hoch über dem Issyk-Kul-See ein Projekt zum Schutz der bedrohten Raubkatzen eingerichtet. Dort leben auf einer Fläche von circa 7.000 Quadratmetern Tiere, die aus den Fallen von Wilderern gerettet wurden und die in freier Wildbahn wenig Überlebenschance hätten. Geleitet wird das weltgrößte Freigehege zum Schutz der Raubkatzen von dem Biologen Thorsten Harder. Die Dokumentation 'Die Retter der Schneeleoparden' zeigt junge Schneeleoparden und ausgewachsene Tiere vor einer grandiosen Bergwelt und porträtiert die Menschen, die sich dem Schutz dieser Tiere verschrieben haben - ebenso wie des Landes Kirgisistans.

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