Die Olsenbande von Würchwitz
Die Olsenbande ist zurück und hält im sachsen-anhaltinischen Burgenlandkreis ein ganzes Dorf auf Trab. Denn in Würchwitz hat der ehemalige Biolehrer Helmut "Humus" Pöschel, zusammen mit dem Dorfschmied, dem ehemaligen Bürgermeister, einem Zahnarzt, einem Malermeister und einer Bankangestellten den kultigen Krimiklamauk aus Dänemark wieder belebt. Weil das dänische Original eingestellt wurde, drehen sie ihre Lieblingsserie einfach weiter.
Seit 2006 entstehen nun neue Geschichten der Olsenbande. Filmische Liebeserklärungen an das legendäre dänische Gauner-Trio, die auch auf die Leinwand zurückkehren. In diesem Jahr arbeiten die Amateurfilmer schon an ihrem fünften Streifen: "Die Olsenbande und die Hand des Königs", für den die Bande sogar von Würchwitz zu Dreharbeiten in die Schweiz reist. Die Filmpremiere ist im Dezember und schon längst ausverkauft.
Im Gegensatz zur echten Olsenbande, ist den Würchwitzern der große Coup gelungen. Denn was einst als Spaß für das Dorffest begann, hat den Ort verändert, zusammengeschweißt und weit über die Region bekannt gemacht. Bei den Dreharbeiten helfen viele Dorfbewohner mit. Sie schneidern die Kostüme, bauen die Requisiten, sorgen fürs Catering oder spielen sich selber. Wie die Polizisten, die sich eine Verfolgungsjagd mit Egon Olsen liefern oder der Anwalt, der im Amtsgericht Naumburg Egon Olsen hinter Schloss und Riegel bringen will. Bei jedem Streifen ist auch ein Prominenter mit dabei. Nach Siegmund Jähn tritt dieses Mal ein echter Fernsehkommissar auf. Sie alle machen mit, ohne Gage, nur für den Spaß.
Die Dokusoap porträtiert die Menschen, die für die Olsenbandenfilme leben, zeigt ihren Alltag, fängt ihre Träume ein und zeichnet ein berührendes und humorvolles Porträt eines Dorfes, dessen Bewohner eine ungewöhnliche Lebensfreude ausstrahlen. Weil sie etwas gefunden haben, was sie alle verbindet - die Liebe zu einer dänischen Gaunerkomödie: der Olsenbande.