Die Mongolei

Die Mongolei

Landschaftsbild 

Endlose Grassteppen, Wüstenlandschaft und das Hochgebirge des Altai: Die Mongolei ist ein wunderschönes Land. Sie ist viermal so groß wie Deutschland und extrem spärlich besiedelt.
Drei Millionen Mongolen gibt es, gut die Hälfte von ihnen lebt in Ulan-Bator, der pulsierenden, modernen Hauptstadt, die sich kaum von anderen asiatischen Millionenstädten unterscheidet. Doch der Kontrast zum Rest des Landes könnte nicht größer sein.
Mehr als eine Million nomadisierende Viehzüchter leben hier. Ganze Familien ziehen mit ihren traditionellen Rundzelten, den Jurten, von Weideplatz zu Weideplatz, oft auf angestammten Routen, denen schon die Großväter und Urgroßväter folgten. Hunderte Schafe, Kaschmirziegen und Yaks besitzt eine Familie. Manchmal auch Kamele - und natürlich Pferde. Ein Nomadenkind lernt reiten, bevor es laufen kann.
Doch längst finden sich Spuren der modernen Mongolei auch im traditionellen Leben der Nomaden: Fernseher und Internet in den Jurten, per Autobatterie betrieben. Statt traditioneller Medizin verschreibt der Landarzt, der seine Patientenbesuche wie früher zu Pferd macht, moderne Medikamente. Umgekehrt finden sich auch in der Glitzerwelt der Hauptstadt alte Traditionen wieder - an Feiertagen trägt der Chef einer der großen Kaschmirfabriken natürlich Tracht und zur Begrüßung reichen sich auch moderne Mongolen gegenseitig ihre Schnupftabakfläschchen.
Die Reporterin Ina Ruck war mit einem Kamerateam mehrere Wochen in der Mongolei unterwegs. Für den Sommerfilm begleiteten sie eine Nomadenfamilie in der Provinz Sawchan im Nordwesten des Landes. Dort filmte sie die Vorbereitungen für ein großes Pferderennen, das jährlich zum Naadam, dem großen Nomadenfest am Nationalfeiertag, stattfindet. Die Pferde werden dabei von Kindern, die höchstens 13 Jahre alt sind, geritten. Bis zu 30 Kilometern können mongolische Pferde am Stück galoppieren.

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