Die Mauern von Malapaga

Die Mauern von Malapaga

RomantikfilmI / F  

Der Franzose Pierre Arrignon (Jean Gabin) hat im Affekt seine Frau erschlagen. Auf der Flucht vor der Polizei kommt er als blinder Passagier eines Frachters im Hafen von Genua an. Da er keine Papiere hat, rät man ihm, an Bord zu bleiben, doch heftige Zahnschmerzen zwingen ihn zum Landgang. Hilflos irrt er durch das düstere Hafenviertel, bis die kleine Cecchina (Vera Talchi) ihn zu einem Zahnarzt (Renato Malavasi) führt. Vom schlechten Gewissen gepackt, will Pierre sich anschließend der Polizei stellen. Doch auf dem Revier lernt er die nette Kellnerin Marta (Isa Miranda) kennen. Sie stammt wie er aus Frankreich und macht ihm einen Besuch im Restaurant nebenan schmackhaft, wo sie bedient. Pierre hat zwar kein Geld, doch dieses Problem löst die patente Marta auf ihre Weise. Nach Dienstschluss wird sie von ihrem Ehemann (Andrea Checchi) bedrängt, der sie und ihre Tochter Cecchina mit Gewalt zurück nach Frankreich holen will. Pierre revanchiert sich für das Essen und schlägt den Rüpel in die Flucht. Im Gegenzug verschafft Marta ihrem Retter einen Schlafplatz in der Mansarde über ihrer ärmlichen Wohnung. Marta will Pierre unter allen Umständen zum Bleiben überreden. Dass er wegen Mordes gesucht wird, ist ihr gleichgültig. Doch am Ende einer romantischen Nacht hat die Polizei bereits das gesamte Viertel abgeriegelt. Das neorealistische Melodram lebt von dem Charakterkopf Jean Gabin und der großartigen Isa Miranda, die auf dem Filmfestival von Cannes als beste Darstellerin geehrt wurde. René Clément erhielt für die in stimmungsvollem Schwarz-Weiß fotografierte Liebesgeschichte 1951 einen Oscar.

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