Die Marco-Polo-Fährte (5/5)

Die Marco-Polo-Fährte (5/5)

Die letzte Etappe der Abenteuerreise des Reisebuch-Autors Bradley Mayhew führt entlang der Spuren Marco Polos durch China. Das Buch Marco Polos im Rucksack, erfüllt sich der Reisebuch-Autor Bradley Mayhew einen Kindheitstraum: er folgt der Route des legendären Venezianers von Venedig bis Peking. Drei Jahre lang waren Marco Polo, sein Vater und Onkel unterwegs im 13. Jahrhundert, bis zum Hof des Kaisers von China. 750 Jahre nach den Polos erreicht Bradley die Festung Jiayuguan, eine monumentale Landmarke an der Seidenstraße. Hier beginnt das Herzland Chinas. Hier beginnt Bradleys letzte Etappe. Er passiert die Oase Zhangye, wo der venezianische Händler über den Buddhismus schrieb. In der Millionenstadt Lanzhou zeigt sich China auf dem Sprung zur Supermacht - ähnlich wie im 13. Jahrhundert, als Marco Polo reiste. Bradley reist weiter in die Innere Mongolei, nach Xanadu. Im legendären Sommerpalast traf der junge Marco Polo erstmals auf den Mongolenkaiser Kublai Khan, der Gefallen fand an den Polos. Manche Historiker indes zweifeln, ob Marco Polo je bis China kam. In seinem Buch 'Die Wunder der Welt' findet sich nichts über die Große Mauer, nichts über Tee oder die Kalligrafie. Die chinesischen Annalen erwähnen Marco Polo nicht, obwohl er, wie er schreibt, im Dienst des Großkhans kreuz und quer durch das Reich reiste. Andererseits, viele Orte beschreibt er akkurat. Kanbaliq etwa, das heutige Peking, damals wie heute das Herz des Riesenreiches, das Bradley nach einer Reise von 8.000 Kilometern erreicht. Eine Fahrt noch auf dem Kaiserkanal bis nach Hangzhou. Zu Marco Polos Zeiten war dies die größte Stadt der Welt. Sie hat den Venezianer völlig fasziniert. Nach vielen Monaten auf der Marco Polo-Fährte freut sich Bradley auf zuhause, auf seine Frau, und darauf, bald 'ein wirklich frisches Hemd zu tragen'. Er ist sicher, dass der Venezianer trotz mancher Übertreibung und Ungereimtheiten seine legendäre Reise tatsächlich unternommen hat.

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