Die Geschichte des Südwestens

Die Geschichte des Südwestens

Der Südwesten der Bundesrepublik hat eine reiche Geschichte, die noch nie umfassend in einem großen Medienprojekt erzählt wurde. Dabei sind Baden-Württemberg, das Saarland und Rheinland-Pfalz voller Spuren einer bewegten Vergangenheit: Das Kloster Reichenau zum Beispiel und der Dom in Speyer zeugen von der frühen Macht der Kirche; in Heidelberg, Freiburg und Tübingen stehen die ältesten Universitäten Deutschlands. Die Schlösser in Mannheim und Ludwigsburg lassen erahnen, wie prunkvoll absolutistische Monarchen regierten; das Hambacher Schloss erinnert daran, dass die Freiheitsbewegung im 19. Jahrhundert nirgendwo stärker war als in Baden und in der Pfalz. In Ludwigshafen künden die Produktionsstätten der Chemieindustrie vom enormen wirtschaftlichen Aufschwung der Region während der industriellen Revolution; dass die Innenstädte von Pforzheim und Mainz noch heute 50er-Jahre-Charme versprühen, erinnert an die Zerstörungen durch alliierte Bomber im Zweiten Weltkrieg und an das Leid, das dieser Krieg auch den Menschen im Südwesten brachte. Schmucke Einfamilienhäuser und gepflegte Vorgärten künden vom raschen Wiederaufbau und dem einziehenden Wohlstand nach dem Krieg. Überall finden sich noch heute Zeugnisse dieser wechselvollen Historie.

"Die Geschichte des Südwestens" führt die Zuschauer an diese Schauplätze und erzählt die Geschichte der Region erstmals in einem großen multimedialen Projekt. Es bietet den Zuschauern einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse und historischen Entwicklungen - vom Mittelalter bis in die Neuzeit - in sieben Fernsehfilmen, einem großen, aufwändigen Online-Special, einem Buch und in vielen Hörfunkbeiträgen. Es will die Zuschauer im Südwesten für ihre eigene Geschichte interessieren, Wissen vermitteln, Orientierung geben, ihnen helfen, historische Zusammenhänge zu verstehen und mitreden zu können - vielleicht auch ein bisschen stolz zu sein auf "ihre" Heimat, "ihre" Geschichte.

Das Mittelalter im Südwesten ist alles andere als ein düsteres Zeitalter. Es ist die Zeit, in der viele kleine Fürstentümer entstehen und Städte, in denen jeder Leibeigene zum Bürger werden kann. Klöster entwickeln sich zu Machtzentren und zu Orten an denen Wissenschaft und Kultur gepflegt werden. Und aus einer feudalen, von ritterlichen Idealen geprägten Stände-Gesellschaft entwickelt sich über Jahre hinweg eine Gesellschaft, in der die Bürger ihr Leben immer mehr selbst in die Hand nehmen.

Am 20. Mai 1184 ruft Kaiser Friedrich I. Barbarossa die Mächtigen des Reiches zum Mainzer Hoftag zusammen. Es soll das größte und prächtigste Fest werden, das die Zeitgenossen je erlebt haben. Barbarossa will damit seinen Machtanspruch deutlich machen. Aber ein Unwetter macht seinen Plan zunichte.

Wie wir um den rechten Glauben kämpften:

Auch im Südwesten findet die Reformation Anhänger. Viele jubeln Martin Luther zu, als er 1521 auf dem Reichstag in Worms standhaft bleibt und seine Lehre nicht, wie von Kaiser Karl V. erwartet, widerruft. Die Bauern im Südwesten lernen daraus, dass die geltende Ordnung alles andere als gottgegeben ist. Sie leiten aus der Heiligen Schrift die Freiheit und Gleichheit aller Menschen ab und lehnen sich gegen die Obrigkeit auf. Noch können sie ihre Forderungen nicht durchsetzen, aber die Überzeugung, dass man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und notfalls dafür kämpfen muss, lässt sie nicht mehr los.

Götz von Berlichingen, Raubritter mit eiserner Hand. Das 16. Jahrhundert ist eine schwierige Zeit für Ritter. Sie verlieren immer mehr an Bedeutung. Götz hält sich als "Fehdeunternehmer" über Wasser. Bei Streitigkeiten schlägt er sich auf die Seite einer Partei, unterstützt sie - notfalls mit Waffengewalt - und erhält dafür eine Provision. Dieses Geschäftsmodell verschafft ihm ein gutes Auskommen. Doch als ihn eine Abordnung aufständischer Bauern 1525 für den Aufstand gegen die Obrigkeit gewinnen will, muss Götz von Berlichingen Farbe bekennen.

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