Die Flüchtigen

Die Flüchtigen

KriegsdramaFrankreich  

Juni, 1940: Die Deutschen stehen vor den Toren von Paris. Allgemeine Panik macht sich breit. Lehrerin Odile schließt sich mit ihren zwei Kindern im Gepäck - dem 13-jährigen Phillipe und der 7-jährigen Cathy - dem Exodus gen Süden an. Tag und Nacht auf überfüllten Straßen im Wagen eingeschlossen, kommen sie nur schrittweise voran.
Nach circa 50 Kilometern Wegstrecke bricht die Katastrophe herein: Deutsche Stukas bombardieren die Flüchtlingskolonne, ungeachtet der Tatsache, dass es sich um Zivilbevölkerung handelt mit Alten, Frauen und Kindern. Sehr schnell fängt das Auto der Familie Feuer. Und die Stukas gehen erneut in den Tiefflug, um die Flüchtenden auszulöschen.
Plötzlich taucht aus einem Graben ein fremder Junge mit kahlrasiertem Schädel auf, der sie ins Unterholz führt, das Schutz vor der Luftattacke bietet. Was tun? Sich tiefer in den Wald zurückziehen oder auf die Straße zurückkehren? Es folgt eine sternenklare Nacht unter freiem Himmel. In aller Frühe irrt das Vierergespann auf der evakuierten Flur umher, bis es auf ein großes verlassenes Haus stößt. Der mysteriöse Retter, Yvan, klettert ohne zu zögern an einer Dachrinne hoch und steigt durch eine Luke ins Innere.
Wer ist dieser erfinderische 16-Jährige, der in einem Atemzug lügt und beschützt? Laut André Téchiné ein "androgyner E.T.", dem Odile instinktiv misstraut und der mit seinem schelmischen Charme bereits ihre Kinder für sich gewonnen hat. Vorläufig abgeschnitten vom Rest der Welt beginnt in der idyllischen Isolation, in der friedlichen Oase des verlassenen Landguts, ein langsamer Prozess des sich Näherkommens.

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