Die Farben der Wüste: Die weiße Uyuni
Ob das Weiß der salzbedeckten bolivianischen Hochebenen, die unzähligen Rot-Töne des Colorado Plateaus oder das blasse Rosa des Wadi Rum in Jordanien - die Farbpalette der Wüste ist so weit wie die Wüste selbst. Die erste Folge 'Die Farben der Wüsten' stellt die Salar de Uyuni in Bolivien vor. Die Salzwüste überrascht durch ihre fast surreale Fremdheit - vor allem am Ende der Regenzeit, wenn eine leichte Schicht Wasser die Fläche bedeckt. Weiß und blau sind die einzigen Farben, und der unsichtbare Horizont und die fehlende Tiefe lassen Objekte wie Spielzeuge oder optische Täuschungen erscheinen. Noch ist die Wüste schwer erreichbar. Die Asphaltstraße von La Paz wird nach wenigen Meilen zur riskanten Piste und schließlich zum scheinbar endlosen Salz. Neben dem Abbau von Lithium träumt Bolivien davon, mit Tourismus Geld zu machen. Aber die wenigen Globetrotter und Kulturreisenden auf den Spuren der Inkas, die bisher die Uyuni besuchen, ziehen schnell weiter in wirtlichere und wärmere Regionen. Zurück bleibt eine sehr eigene Welt, in der die Bewohner oft unberührt von Zeit und Fortschritt leben, schweres, nasses Salz schaufeln, kargen Ackerbau betreiben und sich bei Sonnenuntergang in ihre einfachen Lehmhüten oder Salzhäuser zurückziehen.