Die bleierne Zeit
Margarethe von Trotta schrieb und inszenierte "Die bleierne Zeit" als fiktives Schwestern-Drama, angeregt durch Begegnungen mit Christiane Ensslin, nach dem Tod ihrer Schwester Gudrun Ensslin in Haft. Der Film versteht sich nicht als Chronik des Terrorismus der RAF, sondern als subjektiv gefärbte Studie über Bindung, Verantwortung und politische Radikalisierung. Die Regisseurin Margarethe von Trotta wurde bei den Filmfestspielen in Venedig 1981 als erste Frau mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Neben wichtigen weiteren internationalen Preisen gewann "Die bleierne Zeit" beim Deutschen Filmpreis 1982 das Filmband in Gold für den besten Film.