Der Mutmacher

Der Mutmacher

Der Papst in Freiburg, im Herbst 2011 - das war sein größter Erfolg. Seine größte Herausforderung war der Missbrauchsskandal. Als Erzbischof Robert Zollitsch 2008 sein Amt als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz antrat, konnte er nicht ahnen, was auf ihn zukommen würde. Am 9. August 2013 wird er 75 und muss dem Papst seinen Rücktritt anbieten. 'Wir müssen den Mut haben, Geschichte zu machen' - diesen Satz von Alfred Delp zitiert er immer wieder. Robert Zollitsch ist einer, der Mut hat und anderen Mut macht, die Welt zu gestalten. Einer, der der katholischen Kirche in Deutschland Profil gibt. Er passt nicht in die üblichen Kategorien, ist ebenso 'liberal' wie 'konservativ'. Er ist Manager und Vermittler, aber vor allem ist er Seelsorger. Er sucht den Dialog, auch mit den evangelischen Christen. Er rüstet die katholische Kirche in Deutschland für eine Zukunft mit immer weniger Priestern, setzt auf die Zusammenarbeit mit Laien. Seine Stimme wird gehört - im Vatikan, aber auch im politischen Berlin. Die Erfahrungen des Krieges, die Gefangenschaft im Todeslager Gakovo, die Flucht und die Vertreibung aus seiner donauschwäbischen Heimat haben ihn geprägt. Seine theologische Heimat hat er in der internationalen Schönstatt-Bewegung gefunden. Seine Dialogbereitschaft und seine Durchsetzungsfähigkeit zeichnen ihn aus. Als 2010 der Skandal um Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in der katholischen Kirche in die Schlagzeilen gerät, setzt er eine kompromisslose Linie in der Bischofskonferenz durch: Künftig sollen solche Fälle nicht mehr vertuscht werden. Die 15-minütige Dokumentation 'Der Mutmacher' folgt den biographischen Spuren von Erzbischof Robert Zollitsch und erzählt von den Herausforderungen seines Amtes.

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