Der Liebe wegen
"Andere zum Lachen zu bringen - das macht mich glücklich." Dimitri machte diese Erfahrung schon als Kind - und machte seinen Beruf daraus: er ist ein Clown.
Weltweit feierte er Erfolge mit seiner Clownerie der leisen Töne. Noch immer trainiert der über 70-Jährige täglich viele Stunden: Akrobatik, Instrumente, Jonglieren. Ans Aufhören denkt er nicht: "Das Schönste wäre, fast unmerklich auf der Bühne zu sterben." - Er glaubt fest daran, dass es danach weiter geht in der geistigen Welt. Sein Esprit und sein Können leben bereits jetzt in seinen Kindern weiter. Einige von ihnen wurden Akrobaten und Musiker. Gemeinsam studieren sie gerade ein Stück ein, arbeiten intensiv und voll Freude zusammen. "Ein Clown muss die Menschen lieben, sein Lachen muss von Herzen kommen", grenzt sich Dimitri von aggressiven, zynischen Späßen ab. Und diese Liebe zu den Menschen spürt man, sobald Dimitri auf andere Menschen, auf seine Mitarbeiter trifft.
Im Tessin hat er ein eigenes Theater gegründet, eine Theaterschule - die einzige Hochschule für Bewegungstheater in Europa - und eine "Theater-Truppe". Sein ganzer Stolz: Einer seiner Enkel absolviert an der Schule gerade seine Abschlussprüfung. Ohne Gunda, seine Frau, wäre das Gesamtunternehmen aber nie zustande gekommen, sagt Dimitri. Sie war Theaterintendantin, Schuldirektorin, Mutter von fünf Kindern und Köchin im Theaterlokal. Heute sind beide so etwas wie die Großeltern eines bunten Theatervölkchens in Verscio, dem kleinen Dorf im Tessin.