Der Hitler-Stalin-Pakt

Der Hitler-Stalin-Pakt

Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt, auch als Hitler-Stalin-Pakt bekannt, stellt einen Wendepunkt in der Geschichte des 20. Jahrhunderts dar. Am 23. August 1939 unterzeichnet, garantierte er dem Deutschen Reich die sowjetische Neutralität im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Polen und den Westmächten. Die Auswirkungen waren verheerend. Hitler hatte mit dessen Unterzeichnung die Sicherheit, nicht in einen Zweifrontenkrieg zu geraten. Rund eine Woche später überfiel er Polen und löste damit den Zweiten Weltkrieg aus. Stalin wiederum besetzte das Baltikum, Ostpolen und einen Teil Rumäniens. Niemand ahnte damals etwas von der Existenz des geheimen Zusatzprotokolls, in dem die beiden Diktatoren Ostmitteleuropa unter sich aufgeteilt hatten.

Der schändliche Pakt wird seither auf zweierlei Weise interpretiert. Manche Historiker vertreten die Auffassung, dass eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Tyrannen Hitler und Stalin auf der Hand lag. Andere sehen darin einen Trick Stalins, der Zeit gewinnen wollte, um sich auf den unvermeidlichen Krieg gegen Hitler vorzubereiten. Die Dokumentation zeigt den Hitler-Stalin-Pakt als wahnwitzige Folge eines kollektiven Versagens: Die Weigerung Westeuropas, gegen Hitler Position zu beziehen, die tiefe Feindschaft des kapitalistischen Westens und der kommunistischen Sowjetunion, absurde Entscheidungen, Inkompetenz und Blindheit stürzten die Mächte in eine katastrophale Abwärtsspirale, die auch die weitsichtigsten Politiker wie Iwan Maiski, Maxim Litwinow und Winston Churchill nicht zu stoppen vermochten.

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